Anthony Davidson wird in seiner ersten Saison immer besser und hat Teamkollege Takuma Sato voll im Griff. Das ist auch Nick Fry nicht verborgen geblieben.
Takuma Sato war der Mann für die Highlights. Seine zwei Punkteankünfte
beförderten Tas Team auf Platz acht der Konstrukteurswertung. Doch spätestens
seit Saisonmitte ist es sein Teamkollege Anthony Davidson, der die Akzente bei
Super Aguri setzt. Insbesondere im Qualifying zeigt Davidson dabei starke
Leistungen. So schaffte Davidson bei den letzten vier Rennen immer den Sprung
ins Q2, während für Sato zumeist schon nach der ersten Runde Schluss war.
"Die Leute sagen, 'Du wirst noch zum Qualifying-Experten' - doch auch meine
Rennen sind gut gewesen", bedenkt Davidson im Gespräch mit Autosport.
Doch wenn man zumeist im hinteren Mittelfeld fahre, würden das Kameras nicht
mitkriegen. "Es macht den Anschein, dass es wichtiger ist, was man im
Qualifying tut, wenn man in einem Auto wie meinem fährt, als das, was man im
Rennen tut", so der Brite.
Ganz ungelegen kommt ihm das sicher nicht. Denn so konnte er auch mit einem
Wagen der Mittelklasse Akzente setzen, wie beispielsweise in der Türkei, als
er fast ins Q3 gekommen wäre. "Ich glaube, das war die beste Runde des
gesamten Qualifyings an dem Tag und wenn ich im besten Auto gesessen hätte,
dann wäre ich auf die Pole gefahren", erzählt Davidson stolz. Der Sprung vom
Honda-Testfahrer zum Stammpiloten bei Super Aguri ist dem 28-jährigen
zweifellos geglückt. "Ich mache genau das, was man mir gesagt hat - mit jedem
Mal, das ich da draußen bin, werde ich besser. Ich habe viel gelernt und bin
jetzt so gut wie nie", sagt Davidson.
Die steil nach oben verlaufende Formkurve des Briten ist auch seinem alten
Boss, Honda Teamchef Nick Fry, nicht verborgen geblieben. Davidson steht immer
noch bei Honda unter Vertrag und ist einer der Kandidaten auf das Cockpit von
Rubens Barrichello 2009, vorausgesetzt er darf bei Super Aguri bleiben und
zeigt weiter konstante Leistungen. "Was 2009 passiert, hängt von seiner
Performance ab", sagte Fry zu Autosport.
"Wir haben das Bestmögliche für Anthony getan, der Rest liegt an ihm. Wenn
er also für ein Renncockpit in Erwägung gezogen möchte- und ich bin sicher,
dass er möchte - dann muss er ein hohes Performance-Level zeigen, so einfach
ist das. Zur Zeit zeigt er genau das. Ich glaube, er macht einen sehr, sehr
guten Job und er muss genau so weitermachen", so der Honda-Teamchef. "Ich habe
großen Vertrauen in Anthonys Fähigkeiten. Er ist ein sehr guter Fahrer. Aber
wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Jetzt liegt es an ihm."
Und an Super Aguri. Denn bisher ist Davidson noch nicht für die nächste
Saison bestätigt. Zwar möchte das Team Davidson gerne behalten. Doch falls
potentielle Investoren einen eigenen Fahrer mit ins Team bringen wollen,
müsste der Brite eventuell weichen. Das wäre wahrscheinlich auch das Ende der
Ambitionen bei Honda.
Quelle: formel1.de
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