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Handball: Leverkusen mit Hallenproblem - Umzug, nur wohin? | 2007-09-11


Unzählige Meisterschaften, Pokalsiege und zuletzt mit dem Challenge Cup-Europapokal 2005 auch den größten Erfolg der Vereinsgeschichte – für all diese Titel der Leverkusener Handballerinnen war die Ulrich-Haberland-Halle seit 1973 der Austragungsort. Unabhängig vom Erfolg in dieser Saison, werden nicht mehr viele Titel folgen. Denn die Ulrich-Haberland-Halle wird im Anschluss an die Saison 2007/2008 nach 34 Jahren abgerissen. Für die Bayer-Elfen stellt sich nun die Frage, wohin der Umzug gehen soll, derzeit werden vier Alternativen gehandelt.

"Es ist absolut nachvollziehbar, dass kein Geld mehr in die Halle gesteckt wird. Zumal es durch den Ausbau der BayArena räumlich auch sehr eng wird", sagt Handball-Abteilungsleiter Dietmar Bochert. Daher sei es nun an der Zeit eine geeignete Lösung zu finden und so haben sich die Handballabteilung aber auch die Stadt Leverkusen und der Verein TSV Bayer 04 auf die Suche begeben. Momentan gibt es vier mögliche Lösungen:

Alternative: TSV Bayer Sportcenter in Dormagen

Eine technisch attraktive Spielstätte stellt die moderne Großraumsporthalle des Handballzweitligisten Bayer Dormagen dar, wodurch die Gegebenheit in der Halle entsprechend gut sind. Allerdings sehen die Verantwortlichen der Handballdamen von Bayer 04 ihre Wurzeln in Leverkusen. Zudem sei es schwierig die Fans und Partner nach Dormagen zu lotsen.

Alternative: Sportzentrum Ophoven in Leverkusen-Schlebusch

Hier tragen momentan noch die Volleyballdamen von Bayer 04 Leverkusen ihre Heimspiele aus. Dies ist allerdings nur möglich, da es erneut eine Ausnahmegenehmigung gibt, denn eigentlich ist die Hallendecke für die Volleyball-Bundesliga zu niedrig. "Die Hallenhöhe wäre für uns kein Problem, aber trotzdem ist die Halle aufgrund der Lage nicht unsere erste Wahl", sagt Dietmar Bochert.

Alternative:Wilhelm-Dopatka-Halle in Leverkusen-Küppersteg

In unmittelbarer Nähe zur Haberlandhalle und zum Partner Lindner Bayarena liegt die Halle der Bayer Giants. Die ebenfalls schon etwas in die Jahre gekommene Halle bietet deutlich merh Platz für Zuschauer und VIP-Betreuung, birgt aber auch zwei Probleme: Zum Einen ist der Hallenboden momentan nur für den Basketball ausgelegt, so dass ein handballgeeigneter oder ein multifunktionaler Boden angeschafft werden müsste. Zum Anderen ist das Basketballfeld etwas kleiner als das Handballfeld. Dadurch stehen die Tribünen so eng beisammen, dass ein Handballfeld momentan nicht hineinpassen würde. Die Tribünen müssten also entweder jeweils auf- und abgebaut werden oder es muss eine Vorrichtung zum Verschieben der Tribünen geben. "Von der Lage her, ist die Halle natürlich optimal und auch die Stadt würde diese Variante begrüßen", sagt Dietmar Bochert.

Alternative: Neubau einer Multizweckhalle

Wenn man sich die aktuelle Entwicklung in der Sportförderung und die finanzielle Situation der Stadt Leverkusen anschaut, wirkt diese Lösung eher unwahrscheinlich. Trotzdem gibt Handballabteilungsleiter Dietmar Bochert die Idee und vor allem Hoffnung nicht ganz auf: "Die Stadt hat nach unserem Kenntnisstand bereits mit möglichen Investoren Gespräche geführt. Nach Ansicht der Handballabteilung braucht es ein Konzept, welches nicht nur Sport beinhaltet." Ideal wäre ein Veranstaltungsmix aus den Bundesliga-Ballsportarten Basketball, Volleyball und Handball, weiteren Sportevents z.B. aus dem Fußballbereich sowie Kultur- und Musikveranstaltungen.

Alle Alternativen haben ihre Vor- und Nachteile. "Aber", so Dietmar Bochert, "eigentlich gibt es nur eine vernünftige Lösung. Der Damen-Handball in Leverkusen hat eine lange Tradition und gehört nach Leverkusen. Dorthin wo das sportliche Herz der Stadt schlägt: in Küppersteg."



Quelle: www.werks-elfen.de