Unzählige Meisterschaften, Pokalsiege und zuletzt mit dem Challenge Cup-Europapokal 2005 auch den größten Erfolg der Vereinsgeschichte – für all diese Titel der Leverkusener Handballerinnen war die Ulrich-Haberland-Halle seit 1973 der Austragungsort. Unabhängig vom Erfolg in dieser Saison, werden nicht mehr viele Titel folgen. Denn die Ulrich-Haberland-Halle wird im Anschluss an die Saison 2007/2008 nach 34 Jahren abgerissen. Für die Bayer-Elfen stellt sich nun die Frage, wohin der Umzug gehen soll, derzeit werden vier Alternativen gehandelt.
"Es ist absolut nachvollziehbar, dass kein Geld mehr in die Halle gesteckt
wird. Zumal es durch den Ausbau der BayArena räumlich auch sehr eng wird",
sagt Handball-Abteilungsleiter Dietmar Bochert. Daher sei es nun an der Zeit
eine geeignete Lösung zu finden und so haben sich die Handballabteilung aber
auch die Stadt Leverkusen und der Verein TSV Bayer 04 auf die Suche begeben.
Momentan gibt es vier mögliche Lösungen:
Alternative: TSV Bayer Sportcenter in Dormagen
Eine technisch attraktive Spielstätte stellt die moderne Großraumsporthalle
des Handballzweitligisten Bayer Dormagen dar, wodurch die Gegebenheit in der
Halle entsprechend gut sind. Allerdings sehen die Verantwortlichen der
Handballdamen von Bayer 04 ihre Wurzeln in Leverkusen. Zudem sei es schwierig
die Fans und Partner nach Dormagen zu lotsen.
Alternative: Sportzentrum Ophoven in Leverkusen-Schlebusch
Hier tragen momentan noch die Volleyballdamen von Bayer 04 Leverkusen ihre
Heimspiele aus. Dies ist allerdings nur möglich, da es erneut eine
Ausnahmegenehmigung gibt, denn eigentlich ist die Hallendecke für die
Volleyball-Bundesliga zu niedrig. "Die Hallenhöhe wäre für uns kein Problem,
aber trotzdem ist die Halle aufgrund der Lage nicht unsere erste Wahl", sagt
Dietmar Bochert.
Alternative:Wilhelm-Dopatka-Halle in Leverkusen-Küppersteg
In unmittelbarer Nähe zur Haberlandhalle und zum Partner Lindner Bayarena
liegt die Halle der Bayer Giants. Die ebenfalls schon etwas in die Jahre
gekommene Halle bietet deutlich merh Platz für Zuschauer und VIP-Betreuung,
birgt aber auch zwei Probleme: Zum Einen ist der Hallenboden momentan nur für
den Basketball ausgelegt, so dass ein handballgeeigneter oder ein
multifunktionaler Boden angeschafft werden müsste. Zum Anderen ist das
Basketballfeld etwas kleiner als das Handballfeld. Dadurch stehen die Tribünen
so eng beisammen, dass ein Handballfeld momentan nicht hineinpassen würde. Die
Tribünen müssten also entweder jeweils auf- und abgebaut werden oder es muss
eine Vorrichtung zum Verschieben der Tribünen geben. "Von der Lage her, ist
die Halle natürlich optimal und auch die Stadt würde diese Variante begrüßen",
sagt Dietmar Bochert.
Alternative: Neubau einer Multizweckhalle
Wenn man sich die aktuelle Entwicklung in der Sportförderung und die
finanzielle Situation der Stadt Leverkusen anschaut, wirkt diese Lösung eher
unwahrscheinlich. Trotzdem gibt Handballabteilungsleiter Dietmar Bochert die
Idee und vor allem Hoffnung nicht ganz auf: "Die Stadt hat nach unserem
Kenntnisstand bereits mit möglichen Investoren Gespräche geführt. Nach Ansicht
der Handballabteilung braucht es ein Konzept, welches nicht nur Sport
beinhaltet." Ideal wäre ein Veranstaltungsmix aus den
Bundesliga-Ballsportarten Basketball, Volleyball und Handball, weiteren
Sportevents z.B. aus dem Fußballbereich sowie Kultur- und
Musikveranstaltungen.
Alle Alternativen haben ihre Vor- und Nachteile. "Aber", so Dietmar Bochert,
"eigentlich gibt es nur eine vernünftige Lösung. Der Damen-Handball in
Leverkusen hat eine lange Tradition und gehört nach Leverkusen. Dorthin wo das
sportliche Herz der Stadt schlägt: in Küppersteg."
Quelle: www.werks-elfen.de
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