Dass Handballer und Handballerinnen nicht nur für sportliche Ausdauerleistungen, sondern auch für Höchstleistungen bei der dritten Halbzeit bekannt sind, ist in Fachkreisen unbestritten. In der angehenden Sportstadt Wiesbaden hat ein Handballer des Oberligisten TuS Dotzheim das Feiern zum Event gemacht: Ibo Ücel organisiert Sportler-Parties.
Der 27-jährige Ücel spielt beim Oberligisten TuS Dotzheim selbst Handball,
allerdings nicht nur aus der rein sportlichen Motivation heraus. Nein, meint
Ücel, es geht um die Gemeinschaft: „Sportler, besonders die, die in
Mannschaften spielen, ticken anders als andere Menschen", sagt Ücel gegenüber
dem Main-Rheiner. Was gerade Handballer auf diversen Turnieren ganz besonders
genießen ist der Umgang miteinander nach dem Spiel. Da können auch Gegner
miteinander feiern.
In Wiesbaden sind sah Ücel Kriterien für eine Initiative gegeben. Zum einen
sei das Nachtleben der Landeshauptstadt eher bescheiden, zum anderen sah Ücel
Bedarf aufgrund der größer werdenden Zahl an Sportlern oder Sportbegeisterten.
Schließlich ist mit Fußball-Zweitligist SV Wehen-Wiesbaden, der SG SG
Wallau-Massenheim und den Volleyballern von Rhein Main Volley enormer Zuwachs
in der bis dato nicht unbedingt als Sportstadt verschrienen Landeshauptstadt
zu beobachten.
Die Idee zur „Sportlerparty“ war geboren, bei dieser sollten sich die
Gegenspieler halt nicht nur zweimal in der Saison sehen und ansonsten das
Umland zu verschiedenen Feiern besuchen, sondern sich auf Parties häufiger
sehen und kennenlernen. Ücel begann im Kleinen, befreundete Spieler wurden
benachrichtigt, die wiederum holten ihre Bekannten und Mannschaften ins Boot
holten. Nach einem am Umfang gemessen bescheidenen Start hat das Projekt
schnell Fahrt aufgenommen: Die „Sportlerparty“ wurde zum Event in Wiesbaden:
"Mir war es wichtig, etwas zu schaffen, wo Sportler sich so wohl fühlen und so
feiern können, wie sonst nur nach Turnieren“, sagte Ücel.
Im nächsten Jahr werden die „Sportlerpartys“ eine neue Dimension erreichen:
Ein Wiesbadener Online-Portal steigt als Organisator ein, die Wiesbadener
Vereine werden reihum im Monatswechsel die Möglichkeit haben, sich auf den
Sportlerpartys zu präsentieren. Ibo Ücel freut sich derweil auf ganz neue
Perspektiven: „Während der Partys musste ich mich um so viel kümmern, dass ich
gar keine Zeit hatte, um mit alten Bekannten ins Gespräch zu kommen." Das wird
er in Zukunft ausreichend tun können.
Quelle: handball-world.com
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