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Basketball: Eurobasket 2007 - Deutsche Blamage vor "Endspiel" | 2007-09-11


Für Deutschland führt der Weg ins Viertelfinale der EM in Spanien über ein Zwischenrunden-"Endspiel" gegen Italien. Daran änderte auch die blamable Vorstellung beim 47:77 (22:45) gegen die weiterhin ungeschlagenen Slowenen nichts. "Das war ein Desaster", erkannte Bundestrainer Dirk Bauermann.

Nach dem 84:75 nach Verlängerung zuvor gegen die Türkei könnte die Squadra Azzurra mit einem Sieg am Mittwoch (16:30 im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) an dem seit nunmehr drei Spielen sieglosen Vize-Europameister in der Gruppe F vorbeiziehen und ihn damit vorzeitig nach Hause schicken.

"Wir haben indiskutabel schlecht gespielt, überhaupt keine Frage. Da gibt es nichts zu beschönigen. Das einzig Gute ist, dass noch nicht Mittwoch ist. Da haben wir noch 40 Minuten, um zu zeigen, wie wir wirklich spielen können", blickte Bauermann bereits voraus. "Das ist sehr frustrierend. Jetzt müssen wir schauen, dass wir bis Mittwoch wieder auf der Höhe sind", meinte Superstar Dirk Nowitzki zerknirscht.

In der Neuauflage des Viertelfinales von Belgrad 2005, das die DBB-Auswahl 76:62 gewonnen hatte, erwischten die Slowenen vor 8.000 Zuschauern in Madrid den besseren Start. Durch eine in der ersten Hälfte katastrophale Defensivleistung geriet das DBB-Team gegen den äußerst treffsicheren Gegner bis zum Ende des ersten Viertels mit 9:30 in Rückstand.

Bis auf 26 Punkte (13:39) vergrößerte sich im zweiten Viertel der Abstand, allenfalls NBA-Star Dirk Nowitzki und Ademola Okulaja versuchten mit Einzelaktionen das Desaster zu verhindern. Nur 22 Punkte erzielte die deutsche Mannschaft bis zur Halbzeit. Ein Spiegelbild der indiskutablen Vorstellung war auch die Statistik: 9:15 Defensiv-Rebounds und eine Trefferquote von 33:50 Prozent aus dem Feld.

Von der angekündigten Trotzreaktion nach dem ernüchternden 66:78 am Samstag gegen Frankreich war auch nach Wiederbeginn nichts zu sehen. 31:61 lautete das Ergebnis nach 29 Minuten. Im letzten Spielabschnitt ging es den restlos enttäuschenden deutschen Korbjägern ohne Aggressivität und Biss lediglich darum, dass Ergebnis erträglicher zu gestalten.

Bester Werfer der DBB-Auswahl war Nowitzki (16 Punkte). Die Slowenen hatten in Matjas Smodis (22 Punkte) ihren erfolgreichsten Schützen.



Quelle: Eurosport