Für Deutschland führt der Weg ins Viertelfinale der EM in Spanien über ein Zwischenrunden-"Endspiel" gegen Italien. Daran änderte auch die blamable Vorstellung beim 47:77 (22:45) gegen die weiterhin ungeschlagenen Slowenen nichts. "Das war ein Desaster", erkannte Bundestrainer Dirk Bauermann.
Nach dem 84:75 nach Verlängerung zuvor gegen die Türkei könnte die Squadra
Azzurra mit einem Sieg am Mittwoch (16:30 im Live-Ticker bei
eurosport.yahoo.de) an dem seit nunmehr drei Spielen sieglosen
Vize-Europameister in der Gruppe F vorbeiziehen und ihn damit vorzeitig nach
Hause schicken.
"Wir haben indiskutabel schlecht gespielt, überhaupt keine Frage. Da gibt
es nichts zu beschönigen. Das einzig Gute ist, dass noch nicht Mittwoch ist.
Da haben wir noch 40 Minuten, um zu zeigen, wie wir wirklich spielen können",
blickte Bauermann bereits voraus. "Das ist sehr frustrierend. Jetzt müssen wir
schauen, dass wir bis Mittwoch wieder auf der Höhe sind", meinte Superstar
Dirk Nowitzki zerknirscht.
In der Neuauflage des Viertelfinales von Belgrad 2005, das die DBB-Auswahl
76:62 gewonnen hatte, erwischten die Slowenen vor 8.000 Zuschauern in Madrid
den besseren Start. Durch eine in der ersten Hälfte katastrophale
Defensivleistung geriet das DBB-Team gegen den äußerst treffsicheren Gegner
bis zum Ende des ersten Viertels mit 9:30 in Rückstand.
Bis auf 26 Punkte (13:39) vergrößerte sich im zweiten Viertel der Abstand,
allenfalls NBA-Star Dirk Nowitzki und Ademola Okulaja versuchten mit
Einzelaktionen das Desaster zu verhindern. Nur 22 Punkte erzielte die deutsche
Mannschaft bis zur Halbzeit. Ein Spiegelbild der indiskutablen Vorstellung war
auch die Statistik: 9:15 Defensiv-Rebounds und eine Trefferquote von 33:50
Prozent aus dem Feld.
Von der angekündigten Trotzreaktion nach dem ernüchternden 66:78 am Samstag
gegen Frankreich war auch nach Wiederbeginn nichts zu sehen. 31:61 lautete das
Ergebnis nach 29 Minuten. Im letzten Spielabschnitt ging es den restlos
enttäuschenden deutschen Korbjägern ohne Aggressivität und Biss lediglich
darum, dass Ergebnis erträglicher zu gestalten.
Bester Werfer der DBB-Auswahl war Nowitzki (16 Punkte). Die Slowenen hatten
in Matjas Smodis (22 Punkte) ihren erfolgreichsten Schützen.
Quelle: Eurosport
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