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Fussball: Rekdal und die junge Hoffnung FCK | 2007-09-12


Kaiserslauterns Trainer Kjetil Rekdal baut derzeit ein junges Team auf. "Wir brauchen Zeit", sagt er mit Blick auf die Tabelle. Die bundesliga.de-Analyse.

Zwölf Punkte hätten es sein können, nach vier Spieltage sind es lediglich zwei - eine sehr dürftige Ausbeute für Kaiserslautern.

Schweres Auftaktprogramm

Die "Roten Teufel" hatten aber ein alles andere als leichtes Auftaktprogramm: Zuhause gegen Bundesliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach (1:1), auswärts bei Tabellenführer 1860 München (1:3), wieder zuhause gegen die überraschend starken Greuther Fürther (0:1) und schließlich das spannende Derby in Koblenz (2:2).

Es sprang kein Sieg für die "Betzebuben" heraus. Kjetil Rekdal mit einem Erklärungsversuch: "Wir haben viele dumme Fehler gemacht."

Rekdal mahnt Fehler an

Besonders die Partie in Gladbach brachte den Norweger in Rage. "Nur eine Minute nach unserem verdienten Führungstreffer gestatten wir dem Gegner ein völlig überflüssiges Tor. Einen solchen Anfängerfehler darf man auf diesem Niveau nicht machen", so der Trainer damals.

Eigentlich sind diese von Rekdal angesprochenen Fehler kein Wunder und waren zu erwarten, wenn man sich einmal das Durchschnittsalter der Pfälzer anschaut: das beträgt 23,17 Jahre.

Beda fordert Geduld

Der FCK stellt somit das jüngste und daraus resultierend das unerfahrenste Team im deutschen Profifußball. "Die Mannschaft ist eben jung", sagt Kapitän Mathieu Beda und fordert daher Geduld. Und Rekdal ergänzt: "Wir haben eine junge Mannschaft und brauchen Zeit." Zeit, die sich noch bezahlt machen wird.

Denn trotz des durchwachsenen Saisonstarts ist im Team schon die Philosophie des neuen Trainers zu erkennen: den Gegner früh attackieren, um Druck ausüben zu können. Und: Rekdal legt viel Wert darauf, dass die einzelnen Positionen gehalten werden.

Starke erste Halbzeit gegen 1860

Das alles funktionierte besonders in der ersten Halbzeit gegen 1860 München hervorragend. So gut sogar, dass der FCK zur Halbzeit führte. In der zweiten Halbzeit dann allerdings waren sie wieder da: die vielen dummen Fehler. Auch in Koblenz war der FCK am Ende dem Sieg näher als die TuS.

Es braucht eben seine Zeit, bis sich alles so eingespielt hat, wie Rekdal es sich vorstellt. Gerade bei einem derart jungen Team, wie derzeit in Kaiserslautern. Dennoch ist es für Rekdal eine Herausforderung, der er sich gerne stellt.

Rekdal der richtige Mann

Das sieht auch FCK-Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Buchholz so. "Wir sind überzeugt, dass Kjetil Rekdal genau der richtige Mann am richtigen Platz ist. Egal, was in nächster Zeit passiert!"

Dass der Trainer auf einem guten Weg ist, zeigt auch, dass es innerhalb der Mannschaft stimmt. Die neuen Spieler Alexander Bugera und Patrice Bernier wurden schnell ins Mannschaftsgefüge integriert und mauserten sich zu wichtigen Führungsspielern.

Stammplätze erobert

Sebastian Stachnik, der von Hannover kam und eigentlich fürs Oberliga-Team vorgesehen war, hat sich wegen seiner starken Auftritte mittlerweile sogar einen Stammplatz bei den Profis erkämpft. Ebenso Erik Jendrisek, der die ersten drei Spieltage in der Startelf stand und gegen Koblenz nach seiner Einwechslung zum 2:2-Ausgleich traf.

Es gibt also keinen Grund, trotz des mäßigen Saisonstarts die Köpfe hängen zu lassen. Zumal am Freitag der SC Paderborn auf dem Betzenberg gastiert. Die Westfalen haben noch kein Spiel gewonnen und außerdem als einzige Mannschaft im Profifußball noch kein Tor erzielt.

Erster Sieg?

Daher ist für FCK-Schlussmann Florian Fromlowitz für diese Partie eines ganz klar: "Wir müssen sehen, dass wir so schnell wie möglich da unten raus kommen", sagt er. Und dazu muss aus Lauterer Sicht endlich der erste Saisonsieg her.



Quelle: bundesliga.de