Die Vorbereitungszeit ist vorbei, nun warten die Punktspiele der neuen Eishockey-Oberligasaison auf die Cracks vom EC Bad Nauheim. Los geht es für den Aufsteiger mit einem Heimspiel am kommenden Freitag, 14. September, ab 19.30 Uhr gegen den EC Peiting, ehe es am Sonntag zum schweren Gastspiel beim Topfavoriten EC Bad Tölz kommt.
Peiting schaffte in der vergangenen Spielzeit als Achter überraschend die
Play-offs, in denen gegen den späteren Aufsteiger SC Riessersee nach fünf
Spielen Schluss war.
Allerdings lässt solch ein Erfolg vor allem höherklassige Clubs aufhorchen,
so dass fast alle Leistungsträger im Sommer abgewandert sind. Unter ihnen war
auch Torhüter Varian Kirst, der einst beim EC Bad Nauheim als Backup fungierte
und in derselben Position nun zu den Augsburger Panthern in die DEL gewechselt
ist. Und exakt diese Personalie ist nach wie vor das Problem von Trainer Alexej
Sulak (kam aus Füssen), nachdem mit dem nicht vollends überzeugenden Tschechen
David Adamec erst Anfang dieser Woche der Vertrag aufgelöst wurde.
Somit haben die Bayern mit dem erst 19-jährigen Stefan Vajs sowie dem einen
Jahr jüngeren Markus Keller zwei sehr junge Goalies im Kader, die jedoch beide
das volle Vertrauen ihresTrainers genießen. Insgesamt 13 Neuzugänge musste Sulak
integrieren, wodurch die unterschiedlichen Resultate der Vorbereitung
zurückzuführen sind. Insgesamt sechs Partien standen auf dem Programm, wobei
alle Heimspiele (6:4 gegen Miesbach, 8:3 gegen Peißenberg sowie 6:3 gegen eine
kanadische College-Auswahl) gewonnen wurden. In der Ferne unterlag am in
Miesbach (7:3) sowie Kaufbeuren (3:1), lediglich in Peißenberg (Bayernliga)
gewann man mit 1:0. Zudem legte diese Woche ein Magen-Darm-Virus das Team flach,
so dass am Mittwoch sogar das Training ausfallen musste.
„Zum Auftakt ein Heimsieg wäre natürlich wichtig“, sagt EC-Trainer Michael
Eckert vor dem ersten Punktspiel mit Ausblick auf die folgenden Begegnungen, die
es alle in sich haben. Der Coach kann auf alle Mann inklusive Neuzugang Jason
Deleurme zurückgreifen (siehe Meldung weiter unten), so dass aller Voraussicht
nach ein kompletter Kader auch am Sonntag beim Topfavoriten Bad Tölz auflaufen
kann. Die „Buam“ haben eine perfekte Vorbereitung hingelegt und alle
Mannschaften besiegt, die ihr vor den Schläger kamen. Ob das nun Zweitligisten
wie Garmisch (9:2 und 6:4) und Landshut (4:0 und 5:4) oder Ligakonkurrenten wie
Rosenheim (6:3 und 4:2) waren, gegen jeden Gegner behielt man die Oberhand. Auch
gegen Schweizer Topsclubs wie Grashoppers Zürich (7:3) oder EHC Winterthur (6:4)
wurde gewonnen, so dass der Titelkandidat Nummer eins nur EC Bad Tölz heißen
kann. „Trotzdem fahren wir dorthin, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.
Jedes Spiel muss erstmal gespielt werden“, sagt Michael Eckert vor der Fahrt in
den Isarwinkel.
Man darf also gespannt sein, wie sich die Roten Teufel nach einem Jahr Abstinenz
in der Oberliga präsentieren werden. Die Spannung bei Fans, Spielern und
Verantwortlichen steigt allmählich, und besonders mit dem Zugpferd Jason
Deleurme sollte vor allem am Freitag gegen Peiting das Colonel-Knight-Stadion
wieder zu einer wahren Teufelsküche werden.
Kurz vor Punktundenstart ist den Verantwortlichen der Roten Teufel ein
Transfercoup gelungen: nachdem man bereits im Sommer um Jason Deleurme buhlte,
und die Fans sogar eine Sammelaktion starteten, kam gestern Abend per Fax die
nicht mehr für möglich gehaltene Unterschrift des Außenstürmers. "Nachdem er uns
Anfang Juli zunächst abgesagt hatte, war die Sache eigentlich schon erledigt.
Letzte Woche nahm er zu uns wieder Kontakt auf, und dann ging alles ganz
schnell", sagte heute Alleingesellschafter Wolfgang Kurz. Deleurme wird morgen
früh bereits in Frankfurt landen und am Abend erstmals mit der Mannschaft
trainieren. Am Freitag im Heimspiel gegen Peiting wird der 30-Jährige sein Debüt
im Dress der Kurstädter geben.
Quelle: hockeyweb.de
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