Für viele kam der Erfolg der Hauptstädter bei Meister Adler Mannheim am ersten DEL-Wochenende etwas überraschend, da der aktuelle Kader im Vorhinein doch ziemlich argwöhnisch begutachtet wurde und ihm dieser Auftaktsieg eben eher nicht zugetraut wurde.
Zwar konnte man danach die Freude über diesen Sieg im Gesicht jeden Spielers
und Verantwortlichen ablesen, und dennoch wird peinlichst genau darauf geachtet,
dass darüber niemand den Bodenkontakt verliert.
Schon die bevorstehenden beiden Partien bieten einen Gradmesser dafür, was die
drei beim Top-Favoriten eingefahrenen Punkte wert sind. Morgen Abend heißt es
für die Eisbären, sich in der Kölnarena gegen die Haie zu behaupten, die sich im
Verlauf der Woche mit dem erfahrenen AHL-Verteidiger John Slaney zusätzlich
verstärkten. Am Sonntag gastieren dann die mit zwei Niederlagen gestarteten
Hamburg Freezers zum ersten Saisonheimspiel der Eisbären im Wellblechpalast.
Vorbereitend auf das Match gegen die Domstädter hat sich Chefcoach Don Jackson
das Spiel der Kölner gegen Hamburg auf Video angeschaut und meint: „Ich habe
einiges gesehen, was mich ein gutes Gefühl haben lässt für morgen. Die Haie
haben viele gute Leute wie Dave McLlwain, Ivan Ciernik oder Stephan Julien, auf
die man ständig achten muss“.
Jackson kümmert sich aber doch lieber um das eigene Spiel: „Was wir vor allem
brauchen, sind Tore in Überzahl. Am Powerplay haben wir deshalb in dieser Woche
intensiv gearbeitet. Chancen haben wir gegen die Adler ja nicht wenige
herausgespielt, nur muss nun der Puck auch den Weg ins Tor finden. Etwas mehr
Verkehr vorm gegnerischen Tor dürfte dabei helfen. Das Penaltykilling war ein
weiterer Schwerpunkt. Wenn wir in jeder Unterzahlsituation so überlegt agieren
und leidenschaftlich kämpfen wie in der entscheidenden in Mannheim, als sich
meiner Meinung nach das Spiel entschied, dann sind wir auf dem richtigen Weg“.
Don Jackson behält sich für die nächste Zeit noch vor, von Spiel zu Spiel zu
entscheiden, ob Rob Zepp oder Youri Ziffzer den Eisbären-Kasten hüten darf. In
Köln bekommt nun Ziffzer seine Chance, die der wild entschlossen ist zu nutzen.
Die zuletzt wegen kleinerer Wehwechen nur kurz pausierenden Sven Felski und
Steve Walker trainierten am Donnerstag schon wieder mit der Mannschaft. Deshalb
kann Jackson auch die Sturmreihen beibehalten, die sich in Mannheim fanden und
bestens harmonierten.
Guten Mutes ist auch Co-Trainer Hartmut Nickel, der sagte: „Wenn wir weiter so
Kopf und Herz ins Gleichgewicht bringen wie im ersten Spiel, dann muss uns vor
keiner der kommenden Aufgaben bange werden. Das ist das Entscheidende, in guter
körperlicher Verfassung sind sowieso alle“.
Quelle: hockeyweb.de
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