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Eishockey: Straubing Tigers vor großem Derby-Wochenende | 2007-09-13


Die Straubing Tigers haben sich für das anstehende bayerische Derby-Wochenende mit Spielen gegen Ingolstadt (Freitag) und in Augsburg (Sonntag) eine glänzende Ausgangsposition verschafft.

Nach zwei Auftaktsiegen mit der Maximalausbeute von sechs Punkten herrscht in Niederbayern eine gelöste Stimmung.
 
„Wir sind super gestartet. Jetzt können wir in Ruhe arbeiten, auch die Stimmung ist lockerer“, berichtet Co-Trainer Jürgen Rumrich. Er stimmt der allgemeinen Meinung zu, dass das 5:3 zuhause gegen Iserlohn eher ein „glücklicher Sieg“ war, hebt aber für das überraschende 3:2 in Hamburg die Mannschaftsleistung der Tiger heraus: „Dort haben wir hervorragend gespielt und es Hamburg schwer gemacht, indem wir in der neutralen Zone dicht standen.“
 
In die nahenden Derbies starten die Straubinger in voller Mannstärke. Neben dem am zweiten Spieltag bereits gesperrten Verteidiger Wade Skolney kehrt der zuletzt angeschlagene Stürmer Thomas Wilhelm ebenfalls ins Team zurück.
 
Jürgen Rumrich sieht vor dem zweiten DEL-Wochenende trotz Tabellenplatz zwei keinen Grund zur Euphorie. „Es wird ein schweres bayerisches Wochenende. Ingolstadt ist nicht optimal gestartet, hat aber gezeigt, dass sie eine Mannschaft sind, die nie aufgibt. In Augsburg ist immer schwer zu spielen und schwer zu bestehen. Wir haben noch eine lange Saison vor uns. Man sollte jetzt nicht meinen, es läuft von alleine. Wir müssen weiterhin unseren Stil spielen.“
 
Und dieser Stil ist vor allem auf eine starke und kompakte Defensive um Torhüter Mike Bales ausgerichtet. Einer, der sich bereits in den ersten beiden Punktspielen nahtlos in das System einfügte und mehr als nur andeutete, dass er den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse schaffen kann, war der vom Zweitligisten Dresden gekommene Kanadier Greg Schmidt.
 
Er führte die vierte Sturmreihe an und fühlte sich in dieser Rolle sichtlich wohl. „In der zweiten Liga hatte ich mehr Verantwortung, ich musste scoren und offensiv spielen. Jetzt ist es leichter. Ich spüre weniger Druck, das mag ich.“
 
Als „einfaches Eishockey mit wenig Fehlern, aber harter Arbeit“ umschreibt er sein Spiel im Tigers-Trikot. In den nächsten Wochen will er sich noch mehr an das gewöhnen, was Cheftrainer Erich Kühnhackl von ihm verlangt. Er wolle mehr schießen und sich einfach auf sich fokussieren.
 
Dem DEL-Niveau sah sich der 31-Jährige von Beginn an gewachsen. „So lange ich fit bin und läuferisch mithalten kann, glaube ich, dass ich keine Probleme haben werde. Ich habe einige der Jungs, die jetzt in der DEL spielen auch früher in Übersee gesehen und mit ihnen gespielt. Ich wusste, dass sie nicht so weit weg sind.“
 
Für die nächsten Aufgaben beschwört er das Tigers-Spiel, das bereits am ersten Wochenende den Erfolg mit sich brachte: „So lange wir einfaches Eishockey spielen und nicht zu viele Strafzeiten nehmen, haben wir in jedem Spiel eine Chance. Dazu ist Mike Bales im Tor unser großes Plus.“
 
Auf das Freitagspiel gegen die Ingolstädter Panther, denen die Tigers in der letzten Saison zweimal erfolgreich beikommen konnten, blickt Greg Schmidt, der in dieser Woche im Training mit Verteidiger Andy Canzanello ein Scharmützel hatte, das für Gesprächsstoff sorgte, aber ausgeräumt zu sein scheint, mit Zuversicht. „Das wird ein großes Spiel!“ Dafür sollte alleine schon die erwartet große Kulisse im 5.800 Zuschauer fassenden Eisstadion am Pulverturm sorgen.


Quelle: hockeyweb.de