Für die Handball-Gemeinschaft Oftersheim/Schwetzingen geht es nun nach zwei Auftritten daheim zum ersten Zweitliga-Auswärtsspiel an den Taunusrand zur TSG Münster. Ein weiterer Prüfstein für das neuformierte Team um Trainer Jochen Zürn.
"Das ist eine solide Truppe", findet Zürn, "und sie verfügt über eine Reihe
ausgezeichneter Spieler." Ziad Rejab, der eigentlich schon seine Karriere
beendet hatte, "ist ein exzellenter Kanonier, Steffen Weber als
Ex-Nationalspieler besitzt eine hohe Qualität und Sven Pausch ist ebenfalls ein
agiler Strippenzieher auf der Rückraummitte", weiß er um die Ansprüche, die in
Kelkheim an seine Mannschaft gestellt werden.
Ein Rezept dagegen hat er natürlich schon parat. "Wir müssen geduldig spielen.
In diese Richtung haben wir gegen Gesungen schon einen Schritt getan." Zürn will
auf jeden Fall "dahin fahren, um etwas zu holen. Wir nehmen unseren
Aufwärtstrend, unser durch den Sieg gewonnenes Selbstvertrauen mit". Dass
verspricht Garantie für ein ausgewogenes, bis zum Schluss offenes Duell, obwohl
er nicht verhehlt, dass ihm immer noch Personalsorgen planen. Matthias Polifka
hat es mit einer Erkältung ins Bett verschlagen, sollte aber bis zur Partie
wieder auf dem Damm sein. Ein größeres Problem stellt der Ellenbogen von Boris
Meiser dar. Hier stehen noch Arzt- und Physiotherapietermine aus.
Aber auch die Münsterer kamen nicht ohne Verletzungssorgen über die
Vorbereitung, die sich auch in die Startphase der Runde mithineinziehen.
Wackelkandidat, ebenfalls mit einer Verletzung im Ellenbogen, ist Markus
Scheurer, der nach Zürns Ansicht, ein stabiles Spiel, besonders in der Abwehr
der Münsterer fördern würde. Laut TSG-Abteilungsvorstand Peter Schreiber, der
der Begegnung mit einer gewissen "Skepsis" entgegensieht, steht sein Einsatz
aber noch nicht zur Debatte, er müsse sich erst "vollständig auskurieren".
Schreiber weiter: "Wenn wir genauso kämpfen, wie gegen Korschenbroich, wird es
für die HG schwer werden, dann gibt es eine attraktive, spannende Begegnung.
Aber wenn wir glauben es wird einfach, dann sehe ich schwarz."
Wie auch sein Trainer Hans-Josef Embs erwartet Schreiber "keinen filigranen
Handball, sondern eine kampfbetonte Partie". Embs taktische Vorgaben klingen
denen Zürns sehr ähnlich. "Wir dürfen nicht zu schnell abschließen, müssen lange
und konzentriert spielen., um das Konterspiel über die Außen zu unterbinden."
Quelle: handball-world.com
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