Nachdem man kurzfristig zu Saisonbeginn noch von der Nordstaffel in die Südstaffel umgezogen war, durfte Concordia Delitzsch noch einen Spieltag zuschauen, bevor das Team von Trainer Uwe Jungandreas auch in das Geschehen der zweiten Liga eingriff. In Hüttenberg setzte es zwar eine Niederlage, doch machte das Ergebnis Hoffnung auf mehr, so dass nun gegen Wallau die ersten zwei Punkte auf dem Konto des Teams landen sollen.
Für die SG Wallau/Massenheim ist es im zweiten Auswärtsspiel die zweite weite
Reise. Denn das Team von Trainer Carsten Bengs bringt in den ersten zwei
Auswärtsspielen gleich die weitesten Strecken hinter sich. Nachdem man zum
Saisonauftakt im Erzgebirge beim EHV Aue antreten musste, wartet nun die 415 km
lange Reise nach Delitzsch, wobei man dieses Mal die Rückreise gerne mit zwei
Punkten antreten würde. „Es nützt uns nichts, wenn uns alle immer für unseren
guten Handball loben. Wir brauchen Punkte“, so Bengs, der sein Team nach der
überraschend hohen Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten aus Dormagen erstmal
wieder aufrichten musste. Doch dass es kämpferisch im Team des Aufsteigers
stimmt, bewies die Mannschaft aus dem Ländchen bisher immer. Dieser Kampfgeist
wird von Nöten sein, will man bei den Sachsen bestehen, allerdings hat Wallau
den psychologischen Vorteil zu wissen, dass die Mannschaft die Stärke hat
Delitzsch zu schlagen. Denn das gelang bereits letzte Saison im DHB-Pokal, als
man mit einem souveränen 30:27 Sieg die Oberhand behielt.
Dieser Sieg bedeutet aber auch, dass man auf Delitzscher Seite noch ein Hühnchen
mit dem Wallauer Aufsteiger zu rupfen haben könnte. „Hühnchen“ ist in Bezug auf
Delitzsch generell ein gutes Stichwort, steht bei den Sachsen doch
Juniorennationaltorhüter Mario Huhnstock, genannt „Hühnchen“, im Tor und
entschied schon so manches Spiel für die junge Delitzscher Mannschaft. Mit einem
Altersdurchschnitt von 22,7 Jahren verfügt Uwe Jungandreas über das zweitjüngste
Team der Liga, was erneut Delitzschs guten Ruf in punkto Jugendarbeit bestätigt.
Trotzdem will man mit dieser Mannschaft nicht nur Erfahrung, sondern auch Punkte
sammeln.
Gleiches gilt für die Mannschaft der SG Wallau/Massenheim, in der der Großteil
das erste Mal Zweitligaluft schnuppert. „Wir freuen uns auf die großen Hallen,
die uns in der zweiten Liga erwarten, doch wollen wir die uns nicht nur ansehen,
sondern auch Zählbares aus ihnen mitbringen“, lautet der Tenor im Wallauer Team.
Einer wird die Entdeckungstour im Abenteuer zweite Liga allerdings nicht mehr
mitmachen. Jörn Laufersweiler schloss sich unter der Woche dem Wiesbadener
Oberligisten TuS Dotzheim an, nachdem man ihm nicht mehr ausreichend
Spielanteile garantieren konnte. Jörn Laufersweiler, der 2005 auch im Wallauer
Bundesligakader Erstligaluft schnuppern durfte, verlässt die SG nach sieben
Jahren.
Wie die Delitzscher Heimpremiere verläuft, zeigt sich am Samstag, den 15.09. ab
18 Uhr im Kultur- und Sportzentrum Delitzsch. Die Wallauer werden es Dormagen
gleich tun wollen und ihren eigenen verpatzten Heimspielauftakt vergessen
machen, in dem sie den Sachsen den Auftakt ebenfalls vermiest und zwei Punkte
mit in die Heimat bringt.
Quelle: handball-world.com
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