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Handball: Ehre und Ansporn: Welthandballerin Nadine Krause «will noch mehr» | 2007-09-13


Die Trophäe ist nicht schön, aber wertvoll - und für Nadine Krause ein Meilenstein auf dem Weg zu künftigen Erfolgen. Als erste deutsche Welthandballerin will die Nationalspielerin nun zum großen Coup ausholen. «Der Titel ist eine tolle Sache, aber nur ein weiterer Schritt in meiner Entwicklung. Ich will noch mehr», sagte die 25-Jährige am Mittwochabend in Kopenhagen, wo ihr die Auszeichnung überreicht wurde. Dabei spielte es für sie keine Rolle, dass ihr eine Zweitversion des Pokals übergeben werden musste: Beim Original war während des Transports der Fuß abgebrochen.

Für Nadine Krause, Torschützenkönigin der WM 2005 in St. Petersburg und der EM 2006 in Schweden, kam die Wahl zur Welthandballerin unerwartet. «Es war schon überraschend für mich, als ich erfuhr, das ich gewonnen habe», sagte Krause, die den mächtigen Ehrenpokal vor der Partie des FC Kopenhagen gegen Fredrikshavn überreicht bekam. «Ich war schon etwas nervös, aber nicht wegen der Ehrung vor der Partie. Es war mein erstes Heimspiel für den FCK, und zudem standen wir nach der Auftakt-Niederlage schon unter Druck», sagte die Rückraumspielerin.

Seit rund zwei Monaten lebt Krause nun in Dänemark. Vor dieser Saison war sie vom Bundesligisten Bayer Leverkusen in die stärkste Frauen-Liga der Welt zum FC Kopenhagen gewechselt. «Die Mannschaft und das Umfeld machen alles, damit man sich schnell integrieren kann», berichtete die Schwäbin. Mit ihr und Auswahl-Kollegin Maren Baumbach (vorher DJK/MJC Trier) will Kopenhagen in die Phalanx der vier besten Mannschaften Dänemarks eindringen. Die ersten Schritte sind getan: Im Pokal stehen Krause & Co. im Halbfinale, in der Liga gelang am Mittwochabend auch dank neun Treffer der Welthandballerin der erste Erfolg (31:26). «Nadine hat sich bis jetzt schon toll entwickelt», lobte Kopenhagens Trainer Thomas Hylle seinen Neuzugang.

Aber das Abenteuer Dänemark und die Ehrung als Welthandballerin sollen für die 117-malige Nationalspielerin nur ein Zwischenschritt ihrer Entwicklung sein. «Ich bin noch lange nicht am Zenit, ich habe noch viel vor, es gibt noch einige Titel, die ich noch gewinnen will», sagte die ehemalige Leverkusenerin, die je einmal DHB-Pokalsiegerin und Europapokalsiegerin wurde aber noch nie die deutsche Meisterschaft erringen konnte.

Nun will Krause auf internationaler Ebene angreifen im Dezember bei der Weltmeisterschaft in Frankreich soll das langersehnte Edelmetall her. «Wir waren bei der EM 2006 so nahe dran, jetzt sind wir reif für eine Medaille», meinte die Rechtshänderin nach Platz vier in Stockholm. «Viel lieber hätte ich meine Torjägerkrone gegen eine Medaille getauscht aber was nicht ist, kann ja noch werden.»



Quelle: handball-world.com