Es hätte die Stunde der Kleinen werden können. Spyker war nah dran, am Einzug in die zweite Session und die Toro Rosso-Piloten fanden sich kurz vor dem Ende der ersten Session sogar in den Top10 wieder.
Doch die Freude währte nicht lange. "Nach dem Alptraum gestern, wo ich nur
sehr wenige Runden fahren konnte, lief es heute viel besser", sagte Tonio
Liuzzi, der im Gegensatz zu seinem Teamkollegen den Sprung in Session 2
schaffte. Sein einziges Problem ist, dass er sich krank fühlt, "aber wir haben
tolle Arbeit geleistet und stehen vor einem Williams, der normalerweise ein
schnelleres Auto ist." Mehr sei nicht drin gewesen.
Für Sebastian Vettel war noch nicht einmal das drin. "Es ist schade, dass ich
es wegen ein paar Tausendsteln nicht ins Q2 geschafft habe", klagte er. "Ich
habe das Heck auf der langen Gegengeraden verloren, das hat mich ziemlich viel
Zeit gekostet." Doch das verbesserte Auto macht ihm Mut für den Sonntag. "Wir
haben einen Fortschritt erzielt." Technikchef Giorgio Ascanelli sieht jedoch
keinen Grund, warum man im Rennen mehr erwarten sollte als sonst. Aber
vielleicht schlägt die Stunde der Kleinen ja doch noch.
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