Jubel auf den Rängen nach der Schlusssirene. Applaus für die Spieler. Doch Punkte gab es nicht. Dennoch waren die Fans des EV Duisburg nach der DEL-Partie gegen die Hannover Scorpions zufrieden – trotz der 5:7 (2:2, 3:3, 0:2)-Niederlage.
Nach 40 Minuten schien es so, als gingen Füchse und Scorpione auf die Jagd
nach dem 19-Tore-Rekord Iserlohns und Nürnbergs, den die beiden Mannschaften
boten den Fans ein Schützenfest. Freilich hatten EVD-Keeper Christian Rohde und
Scorpions-Goalie Martin Morczinietz nicht gerade ihren besten Tag erwischt.
Für einen Hannoveraner wurde die Rückkehr nach Duisburg zum Erfolgserlebnis.
Matt „Diesel“ Dzieduszycki war mit vier Vorlagen am Erfolg seiner Mannschaft in
Duisburg beteiligt. Dabei hätten sich die Füchse Punkte für ihre Leistung locker
verdient gehabt. „Das war ein verrücktes Spiel“, sagte Gästetrainer Hans Zach.
„Bis zum 2:0 sah es noch einem lockeren Sieg aus. Doch dann hat sich Duisburg
bravourös zurückgekämpft.“ EVD-Coach Didi Hegen war zwar mit Leistung und vor
allem Kampf zufrieden, „Aber wir haben saudumme Strafen genommen. Eine davon
führte zum 5:6.“
Gut zehn Minuten war vom EVD nichts zu sehen. Nach Mondts Treffern zum 2:0
schien Hannover einem lockeren Sieg entgegenzusteuern. Doch Justin Cox rüttelte
mit einem Check seine Mitspieler wach. Kaum war er von der Strafbank zurück,
lief es beim EVD. Cox selbst besorgte den Anschluss. Und plötzlich hatten die
Füchse auch bemerkt, dass sich Überzahlspiele prächtig dafür eignen, Tore zu
schießen. War das erste Powerplay ohne Torschuss noch ganz schlecht, nutzten die
Gastgeber die nächsten drei Gelegenheiten aus. Dabei erzielte Neuzugang Petri
Liimatainen beim 3:3 seinen ersten Treffer für die Füchse, als er von der blauen
Linie abzog. Beim 5:4 hatten die Duisburger endgültig Oberwasser, doch ein
platzierter Schuss aus dem Lauf, der dennoch nicht unhaltbar schien, von Niki
Mondt brachte Hannover zurück ins Spiel. „Das 5:5 war entscheidend“, meinte auch
Zach nach dem Spiel.
Im Schlussabschnitt standen die Scorpions wieder stabiler. Ein Powerplay brachte
die Entscheidung durch Dan Lambert. 16 Sekunden vor dem Ende machte Tino Boos
mit einem Empty-Net-Goal den Sack zu.
Tore: 0:1 (2:43) Mondt (Dzieduszycki, Lanier), 0:2 (8:40) Mondt (Dzieduszycki),
1:2 (14:47) Cox (Högardh, DiLauro), 2:2 (16:52) Alexandrov (Galbraith,
DiLauro/5-4), 2:3 (25:10) Herperger (A.Morczinietz, Robitaille), 3:3 (26:25)
Liimatainen (Kienass, Alexandrov/5-4), 4:3 (28:57) Cox (Tessier, van
Ballegooie/5-4), 4:4 (33:32) Lambert (Boos/5-3), 5:4 (34:59) DiLauro
(Courchaine, Högardh/4-4), 5:5 (38:52) Mondt (Dzieduszycki, Lanier), 5:6 (54:00)
Lambert (Dzieduszycki, Herperger/5-4), 5:7 (59:44) Boos (Herperger, Hlinka/ENG).
Strafen: Duisburg 14 + 10 (Hommel), Hannover 14. Zuschauer: 1427.
Quelle:
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