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Eishockey: Haie geben erneute Führung aus der Hand | 2007-09-15


Die Kölner Haie haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Eisbären Berlin trotz einer 2:0-Führung mit 2:4 verloren. Vor 14.098 Zuschauern drehten die Hauptstädter die Partie im letzten Drittel zu ihren Gunsten. Viele Diskussionen gab es dabei um den dritten Treffer der Berliner.

Bereits in den ersten Spielminuten wollte sich keine Mannschaft den Schneid abkaufen lassen. Immer wieder präsentierten sie sich mit viel Druck auf das gegnerische Tor, dabei erspielte sich die neu formierte dritte Reihe mit Todd Warriner, Ivan Ciernik und Alexej Dmitriev immer wieder gute Torchancen, die Youri Ziffzer auf Seiten der Eisbären jedoch zu verhindern wusste. In der 16. Minute war es Ivan Ciernik, der mit einem Nachschuss das 1:0 für die Kölner besorgte. Todd Warriner versuchte vom Bullypunkt den Puck im Tor unterzubringen, scheiterte allerdings, woraufhin Ciernik als erster zur Stelle war.
In der letzen Minute des ersten Drittels hatte Marcel Müller mit einem schönen Alleingang die Chance zum 2:0, doch wieder war der Berliner Torhüter zur Stelle. Somit ging es mit einer 1:0-Führung in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels war es erneut die Mannschaft von Trainer Doug Mason, die das Spiel bestimmte und schließlich in der 25. Minute für ihren Offensivdrang belohnt wurde. In Unterzahl erkämpfte sich Marcel Müller den Puck im gegnerischen Drittel und legte auf Ciernik ab, der nicht lange zögerte und die Hartgummischeibe in bester Torjäger-Manier zum 2:0 hinter Youri Ziffzer versenkte.
Die Eisbären ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Jens Baxmann schoss in der 29. Minute nach einem Pass von Mark Beaufait zum 1:2-Anschlusstreffer ein und nach einem Schnitzer von Todd Warriner bekam Steve Walker in der 34. Minute die Chance zum Ausgleich, die Travis Scott allerdings parieren konnte.
Kurz vor der zweiten Pause kamen die Eisbären, die sich im Mittelabschnitt wesentlich offensiver präsentierten, zum 2:2-Ausgleichstreffer durch Brandon Smith.

Im letzten Drittel schalteten beide Teams keineswegs einen Gang zurück, vor allem aber ließen die Hauptstädter ihrer Spielfreude Tore folgen. Sven Felski traf in der 44. Minute zum 3:2-Führungstreffer für die Gäste, den Schiedsrichter Piechaczek allerdings erst nach einem Videobeweis anerkannte. Genau diese Entscheidung erhitzte das Gemüt von Haie-Coach Doug Mason, der sich den Treffer nach dem Spiel per Video anguckte: „Der Treffer ist nicht regulär, der Puck hat die Torlinie nicht überquert. Es kann nicht sein, dass Piechaczek auf Tor entschieden hat.“

Die Haie bekamen in der 52. Minute zwar noch die Chance zum Ausgleich, als Bryan Adams von den Beinen geholt wurde und der Schiedsrichter auf Penalty entschied. Marcel Müller scheiterte allerdings an einem starken Berliner Torhüter. „Youri hat heute den Unterschied ausgemacht. Die Haie haben großartig gekämpft und sind an unserem Unterzahlspiel gescheitert,“ so der Gäste-Coach Don Jackson.
Mark Beaufait nutzte sieben Minuten vor dem Ende seine Chance zum vierten Treffer der Eisbären, wodurch sie sich mit drei Punkten im Gepäck auf den Weg nach Berlin machen konnten.

Tore:  1:0 (17.Minute) Ciernik (Warriner) , 2:0 (25.) Ciernik (Ma. Müller), 2:1 (29.) Baxmann (Beaufait), 2:2 (40.) Smith (Draxinger, Busch), 2:3 (44.) Felski (Braun), 2:4 (53.) Beaufait

Strafen: Köln: 10 Minuten, Berlin: 16 Minuten



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