Dortmund - Der Traum vom ersten WM-Titel ist zerplatzt. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für Menschen mit Behinderung scheiterte zum vierten Mal im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. In Dortmund unterlag das Team von Trainer Willi Breuer den Niederlanden mit 0:5 (0:2).
Der viermalige Torschütze Danny Schreurs (4./29./53./90.) sorgte fast im Alleingang für den verdienten Sieg der Niederländer. Wir müssen unumwunden zugeben, dass die Holländer heute deutlich besser waren, sagte Co-Trainer Christoph Daum. Die deutsche Auswahl wurde vor rund 11 000 Zuschauern im Dortmunder Stadion Rote Erde mit dem ersten Gegentreffer im Turnierverlauf durch Schreurs kalt erwischt. Die Abwehr des WM-Gastgebers wirkte unsicher und bekam vor allem Schreurs kaum in den Griff. Es wird schwer werden. Der 0:2-Rückstand tut weh, sagte WM- Geschäftsführer Ralf Kuckuck schon nach den ersten 45 Minuten. Deutschland tritt jetzt im Spiel um Platz 3 am 15. September in Essen an.
Es ging heiß her. Unsere Spieler haben sich teilweise aufs Schlimmste beschimpft, meinte Daum im WDR-Fernsehen in der Halbzeitpause. Sie konnten es nicht umsetzen, fügte Daum hinzu. Doch auch nach dem Wechsel konnte das deutsche Team vor den Augen von Nationalspieler Christoph Metzelder die Partie nicht wenden. Im Gegenteil: Die Niederländer wirkten souverän und wurden von der deutschen Auswahl selten vor große Probleme gestellt.
Mit Bedauern hatte der Weltverband INAS-FID als Veranstalter zuvor auf die überstürzte Abreise des entthronten Titelverteidigers England reagiert. Die Briten hatten im Viertelfinale mit 1:4 gegen Saudi-Arabien verloren und waren unmittelbar nach der Niederlage abgereist. In der in Köln geplanten ersten Partie um die Plätze 5 bis 8 wurde Nordirland zum kampflosen Gewinner erklärt.
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