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Schalke gewinnt 2:0 gegen Wolfsburg | 2006-09-23


Gelsenkirchen - Nach den Querelen der vergangenen Wochen und der zwischenzeitlichen Suspendierung von Gerald Asamoah hat der FC Schalke 04 zumindest sportlich wieder in die Erfolgsspur gefunden.

Die Gelsenkirchner bezwangen den VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0) und stürzten die weiterhin sieglosen Niedersachsen somit in große Nöte. Vor 60 404 Zuschauern in der Veltins-Arena erzielten Nationalspieler Kevin Kuranyi in der 57. und Lincoln in der 89. Minute die Tore für die Schalker, die sich mit nunmehr zehn Punkten in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt haben. Wolfsburg bleibt mit drei Zählern auf einem Abstiegsplatz.

Das war heute ein sehr schöner Tag für uns, weil wir unter der Woche viel Theater hatten. Wir haben heute viel Geduld bewiesen und unsere Chancen konsequent genutzt, freute sich Schalkes Coach Mirko Slomka. VfL-Trainer Klaus Augenthaler sagte: Wir haben den Schalkern zwar das Leben sehr schwer gemacht, aber wir hätten das ein oder andere Tor schießen müssen. Am Ende hatten wir Pech mit Makiadis Pfostenschuss.

Wie erwartet blieb Nationalspieler Asamoah, der von den Fans stürmisch begrüßt wurde, trotz des Fehlens von Hamit Altintop, Sören Larsen und Mladen Krstajic zunächst auf der Bank. Slomka vertraute seinem Dreier-Sturm mit Halil Altintop, Peter Lövenkrands und Kuranyi. Auf der linken Abwehrseite rückte Levan Kobiaschwili wieder ins Team. Bei den ersatzgeschwächten Niedersachsen kamen Cedrick Makiadi, Rick Hoogendorp und Jonathan Santana in die Startformation.

Die Schalker waren von Beginn an bemüht, die kompakte Wolfsburger Defensiv-Reihe über die Außenposition auszuspielen. Die erste große Tormöglichkeit vergab Kuranyi, von Zlatan Bajramovic freigespielt, aus kurzer Distanz (16.). Vor allem über die rechte Seite mit Rafinha versuchten die Gastgeber zum Erfolg zu kommen, aber viele Angriffe blieben in der dichten VfL-Abwehr hängen. Kuranyi hatte vor der Pause noch eine gute Gelegenheit, konnte sich aber auch nicht entscheidend durchsetzen. Die Wolfsburger blieben bei Kontern gefährlich und hatten durch den früheren Schalker Mike Hanke zwei gute Szenen.

Mit dem jungen Mesut Özil für den enttäuschenden Lövenkrands erhöhten die Gastgeber im zweiten Abschnitt den Druck. Zunächst scheiterte Mittelfeld-Regisseur Lincoln noch mit einem Distanzschuss an VfL-Torhüter Simon Jentzsch (51.). Sechs Minuten später zirkelte der Brasilianer einen Freistoß von der linken Strafraumgrenze auf Kuranyi, dessen Kopfball zur Führung für die Königsblauen führte. Kurz darauf scheiterte Lincoln erneut per Freistoß, der ans Außennetz ging. Danach begnügten sich die Schalker fast nur noch darauf, das Ergebnis zu halten und ließen den Gästen dadurch noch einige Chancen. Wolfsburgs Makiadi (76.) hatte Pech mit einem Pfostentreffer. Den Schlusspunkt setzte Lincoln, der nach Vorarbeit von Asamoah traf.


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