Stuttgart - Der Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat eine unmittelbar bevorstehende Verpflichtung des Brasilianers Ailton dementiert.
Ich kann ausschließen, dass ich heute, morgen oder übermorgen mit ihm verhandeln werde, sagte VfB-Teammanager Horst Heldt der dpa. Er bestätigte aber, dass der ehemalige Hamburger Torjäger in den Überlegungen der Schwaben zumindest eine Rolle spielt: Er ist ein Kandidat, aber mehr auch nicht, betonte Heldt.
Auch Ailtons Berater Werner Helleckes verneinte einen unmittelbar bevorstehenden Wechsel des Stürmers an den Neckar. Ich habe gestern mit Horst Heldt gesprochen. Er sagte, er müsse erst das Problem Ljuboja lösen, sagte Helleckes der dpa. Wenn der in Ungnade gefallene serbische Stürmer Danijel Ljuboja nicht verkauft werde, dann führe der Weg Ailtons ins Ausland, erklärte Helleckes. Über die Ankunft seines brasilianischen Klienten in Frankfurt/Main war der Berater nicht glücklich: Wer ihn verleitet hat, nach Deutschland zu kommen, muss geisteskrank sein.
Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass der 33-jährige Ailton in Stuttgart mit Heldt und Präsident Erwin Staudt verhandeln solle. Er ist in Gelsenkirchen bei Lincoln, sagte hingegen Helleckes. Die Sache ist sicherlich weit weniger fortgeschritten, als es mancherorts zu lesen ist, sagte Heldt. Gleichzeitig warnte der Teammanager nach der 0:3-Auftaktpleite im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor Schnellschüssen: Wir machen uns Gedanken, aber wir werden einen Teufel tun, nach einem Spiel alles und jeden Mannschaftsteil in Frage zu stellen. Wir müssen von diesen Diskussionen wieder wegkommen.
Ailton war nach Bundesliga-Stationen bei Werder Bremen, Schalke 04 und dem Hamburger SV bei Besiktas Istanbul in Ungnade gefallen. Der türkische Club wollte den Stürmer sogar ohne Ablösesumme ziehen lassen. Nun wären nach Helleckes Angaben 400 000 Euro fällig. Helleckes betonte, dass es für Ailton zahlreiche Interessenten aus dem Ausland gäbe. Der ehemalige Torschützenkönig hatte bei seinem letzten Bundesliga-Engagement in Hamburg nicht überzeugt, war dabei aber auch durch einen Kieferbruch gehandicapt.
Die Flaute im Stuttgarter Sturm könnte nach Informationen des Fachmagazins kicker Angelos Charisteas beheben. Der griechische Europameister hat noch einen Vertrag bis 2008 bei Ajax Amsterdam. Die vermutete Ablöse von 2,5 Millionen Euro könnte der VfB aber nur stemmen, wenn der ausgemusterte Ljuboja verkauft wird. Trotz eines Angebots von Celtic Glasgow lässt der Serbe bisher keine Wechselabsichten erkennen. Ohne diese zusätzlichen Einnahmen aber kann sich der VfB keinen neuen Stürmer leisten. Daher war schon die Verpflichtung von Boubacar Sanogo gescheitert. Der Ex-Kaiserslauterer wechselte zum HSV.
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