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Arena-Fluch kein Thema mehr bei 1860 | 2006-08-17


München - Der Arena-Fluch ist vergessen - in der neuen Saison will der TSV 1860 das Münchner WM-Stadion zur Festung machen. Was in der vergangenen Saison war, zählt nicht mehr, sagt Löwen- Kapitän Gregg Berhalter, wir wollen zu Hause eine Macht werden und das schon beim Heimspiel-Auftakt beweisen.

Die Sechziger starten gegen Kickers Offenbach in den zweiten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga, der mit dem Gipfeltreffen zwischen Spitzenreiter Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern im ausverkauften Wildparkstadion abgeschlossen wird.

Nachdem 1860 München mit nur sechs Siegen in 17 Heimspielen in der vorigen Spielzeit vor allem zu Hause den Aufstieg verspielt hat, soll diesmal alles anders werden. Trainer Walter Schachner fordert von seiner runderneuerten Mannschaft mehr Mut zum Risiko und mehr Leidenschaft und verlangt bei der Heimspiel-Premiere, dass wir den Gegner von Anfang an unter Druck setzen. Sein Pendant Wolfgang Frank hofft derweil auf einen ähnlichen Erfolg wie beim letzten Gastspiel in München (1:1) und auf wertvolle Impulse von Neuzugang Markus Kreuz: Im Training hat er einen starken Eindruck hinterlassen.

Beim FC Erzgebirge Aue steht Richard Dostalek vor seinem Saisondebüt. Trainer Gerd Schädlich plant im Ostderby gegen Hansa Rostock mit dem tschechischen Stürmer. Verzichten muss er aber erneut auf den verletzten Tomas Kos. Aufsteiger Carl-Zeiss Jena will an den respektablen Saisonstart (2:2 in Offenbach) anknüpfen und mit Sebastian Helbig für Christian Fröhlich im Angriff gegen Eintracht Braunschweig eine siegreiche Heimspiel-Premiere feiern.

Die Aufstiegsfavoriten 1. FC Köln (gegen Burghausen) und MSV Duisburg (in Unterhaching) blasen zum Sturm auf die Tabellenspitze. Der SC Paderborn muss im Heimspiel gegen Aufsteiger FC Augsburg beweisen, dass das Trainertheater um Jos Luhukay keinen Einfluss auf die Leistung des Teams hat. Nachdem der Niederländer eine Rückkehr als Chefcoach endgültig ausgeschlossen hat, sitzt dessen Assistent Markus Gellhaus vorerst weiter auf der Trainerbank.

Wie Augsburg stehen auch die Mitaufsteiger TuS Koblenz und Rot- Weiß Essen vor schweren Aufgaben. Die Koblenzer machen sich vor der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth mit der Rückkehr von Torjäger Salif Keita Mut, in Essen sollen die Fans der Mannschaft zum Sieg gegen den SC Freiburg verhelfen. Nachdem der Club mit 4200 verkauften Dauerkarten einen Vereinsrekord aufstellte, ist mit 22 500 Zuschauern und einem ausverkauften Georg-Melches-Stadion zu rechnen.

Das Torfestival zum Saisonauftakt in Burghausen lässt in Karlsruhe die Kasse klingeln. Mit 32 306 Fans ist das Derby gegen Erstliga- Absteiger FCK schon ausverkauft. Wir wollen die Begeisterung aus dem 4:0 in Burghausen mitnehmen, sagte KSC-Coach Edmund Becker, dessen Angreifer schon in Topform sind. Beim 9:0- Testspielsieg gegen den VfL Neckaraus zeigte Sebastian Freis als dreifacher Torschütze erneut seine Klasse. Lauterns Trainer Wolfgang Wolf muss auf Jungstar Daniel Halfar verzichten. Er wurde in Heidelberg am Knie operiert und fällt länger aus.


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