Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt kann auch in der neuen Saison seinen Heimkomplex nicht ablegen. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel kam vor 40 000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 0:0 hinaus.
Damit warten die Hessen seit dem 18. März (5:2 gegen MSV Duisburg) auf den ersten Heimsieg. Tragische Figur bei den Frankfurtern war Neuzugang Michael Thurk, der zahlreiche Möglichkeiten vergab. Dagegen rettete Keeper Markus Pröll den Gastgebern mit einem gehaltenen Strafstoß gegen Diego Klimowicz zumindest einen Punkt. Weniger dagegen das Debüt des Griechen Sotirios Kyrgiakos: In der hektischen Schlussphase sah der Grieche wegen einer Tätlichkeit (88. Minute) die Rote Karte.
Von Beginn an versuchten die Frankfurter, die Gäste unter Druck zu setzen und die in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Teil enttäuschenden Heimleistungen vergessen zu machen. Thurk besaß in der ersten halben Stunde gleich drei gute Gelegenheiten, die Gastgeber in Führung zu bringen. Doch der Ex-Mainzer schoss bei seinem ersten Bundesliga-Heimspiel für die Eintracht zwei Mal über das Tor (11., 29.), ehe er auf Zuspiel von Albert Streit nur die Latte (13.) traf.
Die Wolfsburger - Facundo Quiroga und Michael Stegmayer waren für Kevin Hofland (Magen-Darm-Grippe) und Peter van der Heyden (Innenbandanriss im Knie) in die Startelf gerückt - blieben harmlos. Nationalspieler Mike Hanke konnte sich bis zu seiner Auswechslung so gut wie gar nicht in Szene setzen und wurde in der 57. Minute gegen den Niederländer Rick Hoogendorp ausgetauscht. Die beste Möglichkeit für die Gäste vergab Klimowicz (31.). Der Argentinier zögerte nach m Zuspiel von Cedrick Makiadi in aussichtsreicher Position zu lange.
Das Leben schwer machte den Gästen vor allem Sotirios Kyrgiakos. Der für Daniyel Cimen in die Mannschaft gerückte Grieche von den Glasgow Rangers hinterließ in der Verteidigung der Eintracht einen guten Eindruck, ehe er den Platz vorzeitig verlassen musste.
Zuvor hatten die Gastgeber ebenfalls die besseren Chancen gehabt. Erneut war es Thurk, der nach seinem heiß diskutierten Wechsel vom FSV Mainz 05 nach Frankfurt wie aufgedreht wirkte, aber auch in der 51., 53. und 75. Minute scheiterte. Pech hatte der Angreifer in der 85. Minute, als er zum zweiten Mal nur das Aluminium traf. Die mangelnde Chancenverwertung der Gastgeber hätte sich in der 81. Minute fast gerächt. Doch Eintracht-Torwart Pröll parierte einen Foulelfmeter von Klimowicz, nachdem Patrick Ochs Juan Menseguez gefoult hatte. Für die neue Frankfurter Nummer 1 war es bereits der zweite parierte Elfmeter in der noch jungen Saison.
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