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Hertha BSC nach 4:0-Heimerfolg noch unbesiegt | 2006-08-19


Berlin - Hertha BSC hat mit einem Tor-Festival den ersten Saisonerfolg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Die Berliner gewannen vor 37 166 Zuschauern im Olympiastadion 4:0 (2:0) gegen Hannover 96.

Damit sind sie nach der Nullnummer zum Auftakt in Wolfsburg mit vier Punkten noch unbesiegt. Die Tore zum auch in dieser Höhe verdienten Sieg erzielten zwei Mal Marko Pantelic (20., 63.), Pal Dárdai (32.) und der eingewechselte Patrick Ebert (77.). Während Hertha BSC damit auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze blieb, steckt Hannover nach der zweiten Niederlage im Tabellenkeller und benötigt dringend ein Erfolgserlebnis.

Dass wir zufrieden sind, kann man sich denken. Nach der Roten Karte war mir klar, dass wir das Spiel so deutlich gewinnen können. Da hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr machen können, sagte Hertha Trainer Falko Götz. Nach der Roten Karte hatten wir nicht den Hauch einer Chance und müssen froh sein, nicht noch höher verloren zu haben, betonte Hannovers Trainer Peter Neururer und haderte mit der Entstehung des 0:1, bei dem er eine Abseitsstellung gesehen hatte.

Die Gastgeber hatten angekündigt, Frische, Begeisterung und Leidenschaft zu zeigen. Das gelang ihnen mit zunehmender Spielzeit immer besser, zumal Yildiray Bastürk als Ideengeber viele gute Szenen hatte. Drei Minuten vor dem Ende scheiterte der Türke mit einem Foulelfmeter an 96-Schlussmann Robert Enke, der in seinem 100. Bundesliga-Spiel an den Gegentoren machtlos war. Er wollte seine Leistung krönen, verzieh ihm Götz. Erstmals waren im Angriff Pantelic, während der Woche beim 3:1-Sieg Serbiens über Tschechien unter den Torschützen, und Neuzugang Christian Giménez von Beginn an im Einsatz und bildeten eine gefährliche Doppelspitze.

Die Tore waren Ausdruck der klaren Überlegenheit. Bei der 1:0- Führung war der Brasilianer Gilberto der Ausgangspunkt mit einer Flanke zu Ellery Cairo. Dessen Hereingabe verwandelte Pantelic, der sehr lauffreudig und immer anspielbereit war. Dem zweiten Treffer ging ebenfalls eine Ballstafette voraus: Bastürk legte auf Pantelic ab, der zu Giménez passte. Dessen Flachschuss prallte vom Pfosten zurück, doch Dárdai stand beim Nachschuss goldrichtig.

Der Gast wirkte in Tornähe zu umständlich und konnte kaum gefährliche Situationen vor dem Hertha-Tor heraufbeschwören. Die Abwehr der Gastgeber mit einem soliden Torhüter Christian Fiedler hatte mit dem Gäste-Angriff wenig Probleme. Für die gefährlichste Situation vor dem Berliner Tor sorgte zu Beginn Fiedler selbst. An der Strafraumgrenze wehrte er einen Ball mit dem Kopf genau vor die Füße des Niederländers Arnold Jan Bruggink (5.) ab, dessen Schuss aber neben das Tor ging.

Als der frühere Bayern-Profi Michael Tarnat innerhalb weniger Sekunden zunächst die Gelbe Karte und dann Rot (49.) nach einem Foul an Cairo gesehen hatte, wurde die Überlegenheit der Gastgeber immer klarer. Ein Pass von Bastürk verwandelte erneut Pantelic, auch am 4:0 durch Ebert war Bastürk beteiligt. Hannover war damit noch gut bedient, konnte die Hertha-Angriffe oftmals nur durch Fouls unterbinden und brachte im Angriff selbst kaum etwas zu Stande.


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Die 44. Bundesliga-Saison in Zahlen

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