Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt kann auch in der neuen Saison seinen Heimkomplex nicht ablegen. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel kam vor 40 000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 0:0 hinaus.
Somit warten die Frankfurter weiter auf den ersten Heimsieg seit dem 18. März (5:2 gegen MSV Duisburg). Tragische Figur bei den Hessen war Neuzugang Michael Thurk, der Möglichkeiten en masse vergab. Dagegen rettete Keeper Markus Pröll den Gastgebern mit einem gehaltenen Strafstoß gegen Diego Klimowicz (81.) zumindest einen Punkt.
Weniger glücklich verlief am Ende das Debüt des Eintracht-Griechen Sotirios Kyrgiakos: In der hektischen Schlussphase sah der Abwehrspieler wegen einer angeblichen Tätlichkeit (88. Minute) die Rote Karte.
Von Beginn an versuchten die Frankfurter, die Gäste unter Druck zu setzen. Wir haben uns Tormöglichkeiten erarbeitet. Damit bin ich zufrieden. Nicht aber, dass wir die Tormöglichkeiten nicht umsetzen konnten. Sonst hätten wir gewonnen, bilanzierte Trainer Funkel, während Kollege Klaus Augenthaler keinen Hehl über seinen Ärger machte. Ich bin sauer. Wir haben ganz schwach begonnen und ganz stark nachgelassen, sagte der sichtlich gereizte Coach.
Frankfurt konnte kein Kapital aus seiner Überlegenheit schlagen. Gleich drei Chancen besaß Thurk in der ersten halben Stunde. Doch der Ex-Mainzer schoss bei seinem ersten Bundesliga-Heimspiel für die Eintracht zwei Mal über das Tor (11., 29.), ehe er auf Zuspiel von Albert Streit die Latte (13.) traf. Heute hat es mit dem Toreschießen nicht geklappt. Dann muss ich nächste Woche gegen Mainz treffen, sagte der im Unfrieden von Mainz an den Main gewechselte Angreifer vor dem direkten Duell am Sonntag. Thurks Coach nahm seinen Neuzugang in Schutz: Wichtig war, dass er Engagement gezeigt hat, er spielt mit Leib und Seele für die Eintracht.
Die Wolfsburger - Facundo Quiroga und Michael Stegmayer waren für Kevin Hofland (Magen-Darm-Grippe) und Peter van der Heyden (Innenbandanriss im Knie) in die Startelf gerückt - blieben fast über die gesamten 90 Minuten harmlos. Nationalspieler Mike Hanke konnte sich bis zu seiner Auswechslung in der 57. Minute gar nicht in Szene setzen. Die beste Möglichkeit für die Gäste vergab auch in der ersten Halbzeit Klimowicz (31.). Der Argentinier zögerte nach Zuspiel von Cedrick Makiadi in aussichtsreicher Position zu lange.
Auch in der zweiten Hälfte bestimmten die Frankfurter das Spiel. Erneut war es Thurk, der nach seinem heiß diskutierten Wechsel vom FSV Mainz 05 nach Frankfurt wie aufgedreht wirkte, aber auch in der 51., 53. und 75. Minute scheiterte. Pech hatte der Angreifer in der 85. Minute, als er zum zweiten Mal das Aluminium traf. Die mangelnde Chancenverwertung hätte sich fast gerächt. Doch Pröll parierte den Strafstoß von Klimowicz, nachdem Patrick Ochs Juan Menseguez gefoult hatte. Für die neue Frankfurter Nummer 1 war es bereits der zweite parierte Elfmeter in der noch jungen Saison.
Vorgeschmack auf WM: Klinsmann trainiert ohne Fans1:1 gegen Stuttgart: Leverkusen weiter sieglosBundesliga-Spitzentrio gibt sich keine BlößeForsch statt brav: Schweinsteiger drängt ins TeamVogts wollte Machtkampf im DFB verhindernSiegesserie der DFB -Frauen gerissenVerhandlung über Markenschutz für Fußball WM 2006Schalke baut Tabellenführung aus - HSV siegtNeuer Rechtsverteidiger beim VfL WolfsburgElber kommt nicht in der Winterpause zurück1332 |
1159 |
1465 |
1624 |
1790 |
13542 |
13743 |
13017 |
13285 |
13911 |