Leipzig - Erstmals Punkte eingebüßt und dennoch zufrieden: Die Stuttgarter Kickers mussten sich am 4. Spieltag der Fußball- Regionalliga Süd nach drei Siegen mit einem Remis begnügen.
Doch beim 1:1 im Ortsderby gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart sahen 7210 Zuschauer - Rekordkulisse seit dem Zweitliga-Abstieg der Kickers vor fünf Jahren - alles, was man von einem solchen Duell erwartet. Das war attraktiv, sagte Kickers-Trainer Robin Dutt, der sich jedoch ärgerte, dass Mesic und Akcay nach der Führung von Bashiru Gambo nicht nachgelegt haben. VfB-Coach Rainer Adrion lobte: Beide Mannschaften haben auf Sieg gespielt. Die Kickers waren unser bisher stärkster Gegner, deshalb sind wir mit dem 1:1 zufrieden. Für den Ausgleich hatte Adama Szalai sieben Minuten vor dem Ende gesorgt.
Damit gehören beide Stuttgarter weiter zu den fünf ungeschlagenen Teams. Ebenso wie der zweitplatzierte SV Wehen, der den 1. FC Kaiserslautern II mit 2:1 bezwang und damit nach Punkten mit den Kickers gleich zog. Trotzdem kritisierte Wehens Trainer Djuradj Vasic sein Team. Wir haben schlecht gespielt. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich war meine Mannschaft im Schockzustand, aber mit der größeren Physis hat sie den Sieg erzwungen, bemerkte er.
Mit Hessen Kassel und dem SSV Reutlingen setzten auch zwei Neulinge ihre Serien ohne Niederlagen fort. Reutlingen bezwang SV Darmstadt 98 mit 2:1. Das war das beste Spiel, seit ich hier bin, meinte SSV-Coach Peter Starzmann. Kassel musste sich zu Hause mit einem 0:0 gegen den weiter sieglosen VfR Aalen begnügen.
Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken schaffte ein 1:0 gegen Bayern München II. Ich bin heilfroh, die drei Punkte eingefahren zu haben, bekannte Saarbrückens Coach Michael Henke. Bayern-Trainer Hermann Gerland schimpfte: Wir waren heute im wahrsten Sinne des Wortes Amateure. Beim Gegentor deckte unser linker Verteidiger die Eckfahne, ein anderer wurde ausgespielt wie ein Kleinkind.
Bei der TSG Hoffenheim will Trainer Ralf Rangnick nach dem 1:1 gegen die SV Elversberg einen Schritt nach vorn gesehen haben. Er wollte seiner weiter sieglosen Mannschaft nichts vorwerfen. Sehr zufrieden zeigte sich auch Elversbergs Coach Brent Goulet. Ich bin überglücklich über den Punkt, formulierte er. Bester Elversberger war übrigens der ehemalige Hoffenheimer Torwart Kevin Knödler.
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