Salzburg - Ohne seinen deutschen Torjäger Alexander Zickler ist der österreichische Spitzenreiter Red Bull Salzburg zum Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation zum FC Valencia gereist.
Zickler blieb zur Behandlung in München, teilte der Club auf seiner Internetseite über den Stürmer mit, der am 20. August wegen des Verdachts auf einen Muskelfaserriss zu Bayern Münchens Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in die Isar-Metropole gereist war.
Dank des 1:0-Erfolgs im Hinspiel glaubt Giovanni Trapattoni an das Erreichen der lukrativen europäischen Meister-Liga, was rund acht Millionen Euro in die Club-Kasse spülen würde. Unsere Chancen schätze ich mit 51:49 zu unseren Gunsten. Wir dürfen keine Fehler machen und unsererseits unsere Chancen nutzen, die wir sicher auch ohne Zickler bekommen werden, meinte der italienische Coach mit Blick auf die Partie weiter. Und sein deutscher Co-Trainer Lothar Matthäus fügte hinzu: Valencia steht nach wie vor noch nicht im Spielbetrieb, das könnte ein großes Plus für uns sein.
Für den spanischen Spitzenclub hätte ein erneutes Verpassen der Eliteliga - im Vorjahr war Valencia im UI-Cup-Finale am Hamburger SV gescheitert und hatte damit sogar den UEFA-Cup verfehlt, gravierende Folgen. Für uns ist es das wichtigste Spiel das Jahres, betonte Jungstar David Villa. Wir wollen zurück in die Champions League. Vielleicht müssen wir sogar. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, meinte Villa weiter. Ein Scheitern könnte Quique Flores den Trainerposten kosten, doch der Coach bleibt zumindest äußerlich ruhig und setzt auf die 53 000 Fans im wahrscheinlich ausverkauften Mestalla-Stadion. Ich mache mir noch keine Sorgen, meinte Flores.
Unter Druck steht auch der AC Mailand. Der Spitzenclub, der durch die Verstrickung in den italienischen Fußball-Skandal nicht direkt in der Champions League steht, reiste mit einem dünnen 1:0-Polster zu Roter Stern Belgrad. Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert sein, sagte der brasilianische Abwehrspieler Cafu vor dem Auftritt bei den heimstarken Belgradern. Auch der FC Liverpool, der Champions-League-Sieger von 2005, darf sich einer erneuten Teilnahme bei den Großen nicht sicher sein: Gegen Maccabi Haifa langte es daheim an der berühmten Anfield Road nur zu einem knappen 2:1-Hinspielerfolg.
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