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Barça-Präsident Laporta bleibt im Amt | 2006-08-22


Barcelona - Joan Laporta bleibt für vier weitere Jahre Präsident des FC Barcelona, ohne sich einer Wahl stellen zu müssen. Der 44-jährige Anwalt konnte als einziger Bewerber die vorgeschriebene Mindestzahl von 1804 Unterschriften von Clubmitgliedern vorlegen.

Wegen des Fehlens eines Gegenkandidaten wird die für den 3. September vorgesehene Präsidentenwahl beim spanischen Fußballmeister und Champions-League-Sieger hinfällig. Laporta sollte nach Presseberichten noch am Abend offiziell zum Vereinspräsidenten ernannt werden. Er hatte fast 9000 Unterschriften beigebracht. Diese Zahl spricht für sich selbst, sagte er. Das Ergebnis bedeutet eine Anerkennung unserer Arbeit.

Die wichtigsten Gegenspieler des Barça-Präsidenten, wie dessen früherer Vize Sandro Rosell, hatten sich keine Chancen ausgerechnet und eine Kandidatur abgelehnt. Nur zwei weniger bekannte Bewerber wollten gegen Laporta kandidieren, konnten aber nicht genügend Mitglieder auf ihre Seite bringen.

Laporta wird auf Grund seines jugendlichen und charmanten Stils zuweilen als der John F. Kennedy des FC Barcelona bezeichnet. Er war 2003 mit Unterstützung des früheren Weltstars Johan Cruyff erstmals zum Barça-Präsidenten gewählt worden. In seiner ersten Amtszeit führte er die Katalanen, die sechs Jahre ohne Titel geblieben waren, aus einer schweren Krise.

Die Verpflichtung des Trainers Frank Rijkaard und des Weltklassefußballers Ronaldinho erwiesen sich als Glückstreffer. Der FC Barcelona gewann im Mai 2006 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League. 2005 und 2006 wurden die Blauroten mit großem Vorsprung spanischer Fußballmeister.


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