Hamburg - Schon am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga stehen sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller brisante direkte Duelle auf dem Programm.
Bayern München - 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr)
Gegen den Spitzenreiter sieht sich Bayern München nach der 0:4-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Barcelona in der Pflicht. Wir müssen zeigen, dass wir nicht ganz so schlecht sind und wollen einen klaren Sieg herausholen, sagte Trainer Magath, der Nationalspieler Podolski womöglich erstmals in die Startformation beruft. Auch der brasilianische Nationalspieler Lucio meldete sich wieder fit. Nürnberg fährt nach zwei Siegen mit Selbstvertrauen zum Derby, sieht sich aber als Außenseiter. Coach Meyer kann auf das erfolgreiche Team aus der Vorwoche setzen. (Heimbilanz: 17-3-3, 48:18 Tore)
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)
Borussia Dortmund will den totalen Fehlstart vermeiden, muss aber nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien in Stuttgart ersatzgeschwächt antreten. Metzelder, Amedick, Kehl und Amoah fehlen, dafür steht der brasilianische Neuzugang Tinga vor seinem Debüt. Stuttgart tritt ohne die gesperrten Osorio und da Silva an, möchte aber den Schwung vom 3:2-Sieg in Bielefeld nutzen. Wir wollen aggressiv spielen und uns viele Torchancen erarbeiten, sagte VfB-Trainer Veh. (Heimbilanz: 24-8-6, 80:41 Tore)
Borussia Mönchengladbach - Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)
Bielefeld droht bei einer weiteren Niederlage der frühzeitige Absturz in den Tabellenkeller. Arminia-Trainer von Heesen muss in Gladbach auf Innenverteidiger Gabriel verzichten, wird aber den Offensivkräften Böhme und Ahanfouf wohl erstmals von Beginn an vertrauen. Borussia-Coach Heynckes schonte im Training den verletzten Nationalspieler Neuville, der gegen Bielefeld auflaufen soll. Nach der 0:1-Niederlage in Nürnberg stehen die Fohlen unter Zugzwang. (Heimbilanz: 10-2-1, 30:7 Tore)
VfL Bochum - Energie Cottbus (Samstag, 15.30 Uhr)
Das Duell der Aufsteiger wird zum Nervenspiel, nur der Sieger kann sich aus dem Tabellenkeller absetzen. Wir sind nicht schlechter als der Gegner, sagte Energie-Trainer Sander, der nach Sperre wieder auf Stürmer Aidoo zurückgreifen kann. Bei den noch punktlosen Bochumern steht Neuzugang Gekas vor seinem ersten Einsatz. VfL-Coach Koller hat, abgesehen von Stürmer Bechmann, keine Ausfälle zu beklagen und glaubt, dass wir nach zwei Spielen in der Liga angekommen sind. (Heimbilanz: 2-0-0, 6:0 Tore)
Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
In Wolfsburg regt sich nach zwei müden Nullnummern Unmut. Kapitän Hofland und Stürmer Klimowicz gerieten sogar aneinander. Coach Augenthaler, der auf Innenverteidiger Quiroga verzichten muss, hofft auf seinen vierten Sieg im 20. Bundesliga-Spiel mit dem VfL. Bei den Hausherren ist der angeschlagene Nationalspieler Schneider ebenso fraglich wie der Tunesier Haggui. Verteidiger Juan kehrt nach auskurierten Adduktorenproblemen in den Kader zurück. (Heimbilanz: 8-1-0, 24:7 Tore)
Hannover 96 - Alemannia Aachen (Samstag, 15.30 Uhr)
Vor der ersten Bundesliga-Partie zwischen Hannover und Aachen seit 1970 sind beide Teams punktlos und stehen unter Druck. Für uns ist ein Sieg Pflicht, sagte 96-Trainer Peter Neururer, der für den gesperrten Tarnat den Schweden Andersson auf der linken Seite verteidigen lässt. Aufsteiger Alemannia muss ohne Stehle, Krontiris und Keeper Nicht antreten, hofft aber auf seinen ersten Sieg beim Schlusslicht. Als Vorletzter sind wir der Favorit, sagte Kapitän Plaßhenrich im Scherz. (Heimbilanz: 2-1-0, 11:3 Tore)
Hamburger SV - Hertha BSC (Sonntag, 17.00 Uhr)
Nach dem Einzug in die Champions League will der in der Bundesliga noch sieglose HSV endlich auf nationaler Ebene überzeugen. Wir wollen einen direkten Kontrahenten hinter uns lassen, sagte Trainer Doll, der ohne die Verteidiger Kompany, Atouba und Demel auskommen muss. Neuzugang Mathijsen bestreitet dafür sein Bundesliga-Debüt in der Innenverteidigung. Hertha kann sich nach überstandener Qualifikation für den UEFA-Cup an der Tabellenspitze festsetzen. (Heimbilanz: 15-6-4, 52:23 Tore)
FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.00 Uhr)
Zwei Wochen nach seinem Wechsel von Mainz nach Frankfurt trifft Stürmer Thurk im Rhein-Main-Derby wieder auf seinen ehemaligen Club. Weil der Angreifer den Transfer unter lautem Getöse durchsetzte, sorgt die Personalie für Brisanz. Die Hausherren wollen ihre gute Startbilanz von vier Punkten aus den ersten beiden Partien ausbauen. Frankfurt wartet noch auf den ersten Sieg und muss den Absturz in den Tabellenkeller fürchten. (Heimbilanz: 0-1-0, 2:2 Tore)
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