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Dortmund beendet schwarze Serie: 3:1 in Stuttgart | 2006-08-26


Stuttgart - Borussia Dortmund hat seine schwarze Serie in Stuttgart beendet, der VfB kann seinen Heimkomplex einfach nicht überwinden.

Die Westfalen gewannen erstmals seit sechs Jahren wieder bei den Schwaben und feierten durch das 3:1 (1:1) zugleich ihren ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Ludovic Magnin mit einem Eigentor (20.), der überzeugende Florian Kringe (32.) und Alexander Frei (88.) sorgten vor 44 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion für die Dortmunder Treffer. Serdar Tasci hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich (30.) erzielt.

Wir mussten hier unbedingt drei Punkte holen. Dass mir ein Tor geglückt ist, da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, sagte Frei. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben, sagte Dortmunds Trainer Bert van Marwijk und lobte seinen brasilianischen Neuzugang Tinga als Gewinn. Van Marwijks Trainerkollege Armin Veh sah beim VfB eine gute Leistung mit sehr viel Leidenschaft und bedauerte die zweite Heimschlappe der noch jungen Saison: Wenn wir heute gewinnen, schwimmen wir oben mit.

Bedingt durch zahlreiche Umstellungen wegen Verletzungen bzw. Sperren benötigten beide Mannschaften rund 20 Minuten, bis sie ihren Rhythmus fanden. So kam bei Dortmund Tinga zu seinem Bundesliga-Debüt und Kapitän Christian Wörns stand nach überstandener Sperre erstmals in dieser Saison auf dem Platz. Beim VfB feierte der junge Deutsch- Türke Tasci seine Heimpremiere, zudem rückten Alexander Farnerud und Marco Streller in die Anfangself.

Nach holprigem Beginn ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Magnin mit seinem Kopfballtreffer ins eigene Netz nach einem Freistoß von Marc-André Kruska die Dortmunder Torflaute gegen die Schwaben nach 654 Minuten unfreiwillig beendet hatte, vergab Nelson Valdez die Chance zum 2:0 (24.). Cacau, der zuletzt in Bielefeld zwei Mal erfolgreich war, scheiterte kurz darauf mit einem Kopfball an BVB- Schlussmann Roman Weidenfeller (27). Farneruds Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht (29.).

Tascis Ausgleich per Kopfball (30.) beantworteten die Westfalen beinahe postwendend mit dem 1:2 durch Kringe, der nach einem Lattentreffer von Frei vollstreckte. Der VfB erholte sich von diesem Rückschlag erstaunlich gut. Cacau (39.) fand jedoch erneut seinen Meister in Weidenfeller (39.) und Kringe klärte gegen Roberto Hilbert (43.) in letzter Sekunde. Die letzte gute Möglichkeit vor der Pause in der unterhaltsamen Partie vergab Frei mit einem Schlenzer freistehend vor Nationaltorwart Timo Hildebrand (45.).

Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung zunächst. Der BVB konzentrierte sich darauf, den ersten Saisonsieg zu sichern. Die Stuttgarter fanden kein Mittel, um die stabile Gäste-Abwehr zu knacken. Pech hatte der VfB allerdings, dass Schiedsrichter Franz- Xaver Wack (Biberbach) drei Dortmunder Handspiele im Strafraum nicht ahndete. Und wenn es brenzlig wurde, rettete der glänzend haltende Weidenfeller oder die verzweifelt anrennenden Schwaben verfehlten knapp das Tor. Frei schloss dann einen Konter gegen den völlig nach vorne orientierten VfB zum 3:1 ab.


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