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Mainz und Frankfurt trennen sich 1:1 | 2006-08-27


Mainz - Eintracht Frankfurt hat mit acht Feldspielern den Gipfelsturm des FSV Mainz 05 verhindert, den erhofften eigenen ersten Saisonsieg aber wieder knapp verpasst:

In einem brisanten Rhein-Main- Derby trennten sich die Lokalrivalen am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:1 (0:1). Ioannis Amanatidis (25. Minute) brachte mit seinem zweiten Saisontor die Frankfurter in Führung. Dem nur neun Minuten zuvor eingewechselten Ranisav Jovanovic (84.) gelang aber noch der nicht unverdiente Ausgleich für die Hausherren.

Die Eintracht beendete das Spiel in Unterzahl. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Christoph Spycher (64.) sah auch noch Alexander Vasoski (88.) die Rote Karte. Nach dem dritten Unentschieden kletterten die Frankfurter immerhin auf den zwölften Rang. Die Mainzer konnten zwar nicht wie erhofft mit dem Spitzentrio aus Nürnberg, München und Schalke gleichziehen, ragieren aber weiter ungeschlagen auf Platz sieben. Wir haben gut angefangen, das Tor hat zu einem Stimmungstief geführt. Das Ergebnis geht vom Gefühl her in Ordnung, sagte Mainz- Trainer Jürgen Klopp.

Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Mainzer Bruchwegstadion - 4000 davon kamen aus Frankfurt - stand die Rückkehr von Eintracht- Offensivmann Michael Thurk an seine alte Wirkungsstätte im Mittelpunkt. Von den Mainzer Fans wurde er lautstark ausgepfiffen, Akzente setze er nur wenige. Für mich war es ein normales Spiel. Schade, dass wir nicht gewinnen konnten, aber der Druck wurde durch die Platzverweise zu stark, sagte Thurk.

Seine in der Formation vom 1:1 in der Vorwoche in Dortmund angetretenen ehemaligen Teamkollegen bestimmten zunächst die Partie. Der von einer Adduktorenverhärtung genesene Mimoun Azaouagh (5.) prüfte Eintracht-Torwart Markus Pröll mit einem Freistoß aus gut 20 Metern.

In hitziger Atmosphäre leisteten sich beide Teams viele kleinere Fouls. Die Mainzer verloren darüber ihre Linie und die Gäste aus Frankfurt kamen besser ins Spiel. Und doch kam Mainz der Führung ganz nahe: Ein Kopfball von Milorad Pekovic (22.) sprang gegen den Pfosten. Mehr Erfolg hatte drei Minuten später auf der anderen Seite Amanatidis. Der Grieche setzte sich im Kopfballduell gegen Nationalspieler Manuel Friedrich durch und nutzte wie vor zwei Wochen bei seinem ersten Saisontor im Spiel gegen Schalke 04 (1:1) eine Flanke von rechts.

Mainz brauchte einige Zeit, um sich von dem etwas überraschenden Gegentor zu erholen, bekam aber noch vor dem Seitenwechsel die Chance zum Ausgleich. Nach einer von Schiedsrichter Florian Meyer nicht bemerkten Schwalbe von Markus Feulner, scheiterte Azaouagh (42.) wieder mit einem Distanz-Freistoß an Pröll.

Bei starkem Regen im Bruchwegstadion verstärkte der FSV seine Offensivbemühungen. Ein Stellungsfehler in der Frankfurter Abwehr- Zentrale, in der der gesperrte Grieche Sotirios Kyrgiakos und der angeschlagen Marko Rehmer fehlten, brachte Bakary Diakité (54.) die große Chance zum Ausgleich, doch der Ball sprang wieder gegen den Pfosten.

Als Spycher nach Foulspiel mit der Ampelkarte bestraft wurde, setzten die Mainzer in Überzahl noch mehr auf Angriff. Bei Feulners Distanzschuss war der souveräne Pröll wieder da (70.), gegen Jovanocvics Kopfball war er aber machtlos. Kurz darauf musste Vasoski nach groben Foulspiel vom Platz. Die Eintracht rettete aber einen Punkt.


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