Sabotageverdacht in österreichischem Stadion | 2006-08-27
Pasching - Die österreichische Polizei hat nach dem Spiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Superfund Pasching und Rapid Wien (1:0) Ermittlungen wegen möglicher Sabotage aufgenommen.
Zwei Bolzen der Metallverstrebung einer Tribüne seien abgerissen gewesen. Nur mit Riesenglück sei es bei der Partie nicht zu einem Einsturz der Tribüne gekommen, teilte Paschings Präsident Franz Grad mit.
Unter Tatverdacht stehen angeblich Anhänger des Wiener Vereins. Vor dem Spiel war in das Stadion eingebrochen worden. Dabei wurde ein Pasching-Emblem mit den Worten Wir sind eure Hauptstadt ihr Bauern übersprüht. Zudem seien an dem Zaungitter des Gästefanblocks Schrauben gelockert worden. Offenbar hatten Rapid-Anhänger geplant, während des Spiels den Platz zu stürmen.
Das Stadion, das keine Spielstätte für die EM 2008 ist, bleibt vorerst gesperrt und wird bewacht. Die Spurensicherung soll ergeben, ob die Bolzen durch Materialermüdung oder Sabotage abbrachen.