Hamburg - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat einen Tag vor Transfer-Ablauf den argentinischen Nationalmannschaftskapitän Juan Pablo Sorin verpflichtet.
Der 30-Jährige kommt für eine Ablöse von drei Millionen Euro vom SC Villarreal und soll neben einem Gehalt von rund 2,5 Millionen Euro ein kräftiges Handgeld kassieren. Damit hat der HSV insgesamt 17,6 Millionen Euro für die jüngsten Neuverpflichtungen ausgegeben (zuvor Sanogo, Guerrero, Kompany und Mathijsen). Für van Buyten (zu Bayern München) und Boulahrouz (zu FC Chelsea) kassierte er 20,5 Millionen.
Sorin, der die Defensive stärken soll, absolvierte den obligatorischen Medizincheck und soll einen Dreijahres-Vertrag unterschreiben. Danach ging es gleich wieder weiter: Sorin spielt am 3. September mit seiner Nationalelf in London gegen Brasilien.
Sorin ist ein Klassemann. Er steht uns sehr gut zu Gesicht, sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer, der wegen der Personalprobleme möglicherweise bis Donnerstag noch einen Stürmer aus dem Hut zaubern will. Angeblich hat er dafür noch fünf Millionen Euro zur Verfügung.
Sorin kann uns mit seiner Erfahrung in der Champions League weiterhelfen, meinte Trainer Thomas Doll über den 1,71 Meter großen Techniker, der bei Villarreal in 56 Spielen acht Treffer erzählte. In der AOL-Arena spielte er bereits bei der Weltmeisterschaft in der Vorrunde gegen die Elfenbeinküste (2:1). Der langmähnige Südamerikaner soll zunächst den verletzten Thimothee Atouba auf der linken Außenbahn ersetzen, kann dann auch vor der Abwehr im linken Mittelfeld agieren.
Der Abschied aus Spanien fiel dem Weltenbummler, für den der HSV der neunte Verein ist, nicht besonders schwer. Nach Differenzen mit seinem Coach Manuel Pellegrini gehörte er am vergangenen Sonntag zum Liga-Auftakt der Primera Division bei Real Madrid (0:0) schon nicht mehr zum Kader.
Unterdessen hat HSV-Kapitän Rafael van der Vaart zumindest Klarheit, was die Behandlung seiner schweren Oberschenkelverletzung angeht. Der Sehnenanriss wird nach Absprache mit den Ärzten der niederländischen Nationalmannschaft konservativ behandelt. Wahrscheinlich muss der 23-Jährige, der die gleiche Verletzung vor fünf Jahren schon einmal hatte, sechs bis acht Wochen pausieren. Es ist keine Operation notwendig. Ich hoffe, dass es schneller geht, sagte der verletzungsanfällige van der Vaart der Bild-Zeitung.
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