Berlin - Theo Zwanziger hat Südafrika die volle Unterstützung bei den Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2010 zugesagt. Ein eventuelles Einspringen Deutschlands als Ersatz-Gastgeber lehnte der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kategorisch ab.
Diese Weltmeisterschaft muss in Südafrika stattfinden. Alles andere wäre ein Fiasko für Afrika und ein schlimmer Schlag für die FIFA. Man kann es den Afrikanern nicht antun, ihnen diese Freude zu nehmen, sagte Zwanziger in einem Interview der Westfälischen Rundschau.
Seit dem Sommer hatte es immer wieder Spekulationen um ein Scheitern der WM-Planungen für die erste Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent gegeben. Der DFB wünsche sich, dass es eine afrikanische WM wird, mit einer Faszination ähnlich wie in Deutschland. Der DFB ist jeder Hilfe aufgeschlossen, sagte Zwanziger.
Eine mögliche baldige Bewerbung um die Ausrichtung einer Europameisterschaft in Deutschland lehnt Zwanziger derzeit ab. Auch der große WM-Erfolg gebe dafür keinen Anlass. Wenn man sich um etwas bewirbt, dann auch mit Aussicht auf Erfolg, zumindest perspektivisch. Man muss akzeptieren, dass für die UEFA bei der Vergabe einer EM-Endrunde nicht fertige und moderne Stadien der entscheidende Punkt sind, sondern Entwicklungshilfe und Infrastruktur, sagte Zwanziger. Die Bewerbung für die Frauen-WM 2011 stehe aber auf realistischeren Füßen.
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