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Dynamo sucht Pacult-Nachfolger | 2006-09-05


Dresden - Einen Tag nach der Vertragsauflösung mit Trainer Peter Pacult hat beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Dynamo Dresden die intensive Suche nach einem Nachfolger begonnen.

Die Sachsen wollen bis zum nächsten Punktspiel am 16. September gegen den 1. FC Magdeburg einen neuen Coach präsentieren. Noch am Montagabend haben wir mit einigen Kandidaten für den Cheftrainerposten Gespräche geführt. In den nächsten beiden Tagen gibt es vier Gespräche, erklärte Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster.

Als mögliche Nachfolger von Pacult werden neben dem früheren Dynamo-Cheftrainer Christoph Franke offenbar auch Eduard Geyer (Sportdirektor bei Oberligist FC Sachsen Leipzig), Rene Müller (Hallescher FC) sowie die vereinslosen Trainer Jos Luhukay, Lorenz-Günther Köstner und Jörg Berger gehandelt. Der Österreicher selbst brachte vor seinem Weggang Werner Lorant ins Spiel, der noch beim iranischen Erstligisten Saipa Teheran engagiert ist. Das sind reinste Spekulationen. Der eine kann stimmen, der nächste schon nicht mehr, sagte Köster und stellte klar: Wir werden mit verschiedensten Trainern sprechen und vielleicht ist am Ende auch eine Überraschung dabei.

Der bisherige Trainer des Spitzenreiters der Fußball-Regionalliga Nord hatte seinen Vertrag vorzeitig auflösen lassen und beim österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Zum DFB-Pokalspiel gegen Bundesligist Hannover 96 soll dessen Co-Trainer Tom Stohn auf der Bank sitzen.

Unter Druck setzen lassen wollen sich die Sachsen bei der Auswahl nicht. Wir haben nur einen Schuss frei. Fakt ist, er muss mit den 26 Spielern, die zum Kader gehören, arbeiten, sagte Köster. Auch in das bestehende sportliche Konzept muss sich der Neue einordnen. Wir werden an den sportlichen Plänen mit dem Ziel, um den Aufstieg zu spielen, keine Abstriche machen, betonte Köster.

Die Spieler, die von der Geschäftsführung von Pacults Abgang erfuhren, traf die Nachricht völlig unvorbereitet. Wir hatten die Gerüchte nicht ernst genommen, weil wir davon ausgegangen sind, dass Peter Pacult gemeinsam mit uns etwas erreichen wollte, sagte Dynamo-Kapitän Volker Oppitz. Ein Trainerwechsel werde die Mannschaft aber nicht umwerfen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das verkraften, meinte Oppitz, der mit dem neuen Coach auf die Fortsetzung der taktischen Linie hofft: Es muss einer sein, der ungefähr die Philosophie von Pacult hat und offensiv betonten Fußball spielt.


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