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Funkel geht zuversichtlich in UEFA-Cup-Saison | 2006-07-18


Frankfurt/Main - Erst gab es Probleme bei der Stürmersuche, dann mit den Trainingsplätzen rund um die Commerzbank-Arena und nun droht auch noch ein langfristiger Ausfall von Mittelfeldmotor Jermaine Jones. Bei Eintracht Frankfurt läuft es noch nicht rund.

Die Vorbereitung auf die zweite Saison nach dem Wiederaufstieg verläuft beim Fußball-Bundesligisten bislang alles andere als reibungslos. Dennoch blickt Eintracht-Coach Friedhelm Funkel der kommenden Spielzeit, in der die Hessen erstmals seit 1995 wieder international vertreten sind, zuversichtlich entgegen.

Ich bin mit dem Zustand der Mannschaft sehr zufrieden, sagte der Trainer nach dem ersten Härtetest gegen den israelischen Erstligisten Maccabi Netanya, den sein Team mit 3:1 erfolgreich absolvierte. Mit dem zweifachen Torschützen Dominik Stroh-Engel machte dabei ein Spieler auf sich aufmerksam, den zu Beginn der Vorbereitung nur wenige auf der Rechnung hatten. Nun schickt sich ausgerechnet der 20-Jährige an, die Probleme der Eintracht im Sturm zu beheben.

Die gute Verfassung Stroh-Engels nimmt den Eintracht-Verantwortlichen etwas den Druck bei der bislang erfolglos verlaufenen Stürmersuche. Zwar holte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen den Japaner Naohiro Takahara im zweiten Anlauf nach Frankfurt, nachdem ein Wechsel im Winter noch gescheitert war. Funkel macht aber keinen Hehl daraus, dass er wegen der Dreifachbelastung mit Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup gerne noch einen weiteren Angreifer in seinem Kader hätte. Der Wechsel des Bremers Aaron Hunt scheint sich ebenso zerschlagen zu haben wie ein Transfer des Kaiserslauterers Boubacar Sanogo.

Im Gegensatz zum Angriff scheint die Eintracht in der Defensive bestens aufgestellt zu sein. Der von den Glasgow Rangers gekommene Grieche Sotirios Kyrgiakos entpuppte sich schon in den ersten Testspielen als die gewünschte Verstärkung. Zudem stehen Funkel mit Aleksandar Vasoski, Marko Rehmer, Nachwuchshoffnung Marco Russ und dem derzeit noch verletzten Brasilianer Chris vier weitere Innenverteidiger zur Verfügung.

Abwarten. Für genauere Aussagen ist es noch zu früh, sagte Funkel zu Spekulationen über seine zukünftige Stammelf. Um einen Platz in eben dieser kämpfen auch die beiden anderen Zugänge Michael Fink (Arminia Bielefeld) und Albert Streit (1. FC Köln), von denen sich der Eintracht-Coach eine zusätzliche Belebung des Konkurrenzkampfes verspricht. 27 Spieler umfasst der Kader für die kommende Saison, aus dem mit Jones aber ein wichtiger Spieler noch länger fehlen wird.

Der Mittelfeldspieler wurde erneut am Schienbein operiert und wird damit wohl die Frankfurter Rückkehr auf die internationale Bühne am 14. September verpassen. Ein Datum, dem die Fans der Eintracht bereits entgegen fiebern, das für Funkel aber bislang überhaupt keine Rolle spielt. Daran verschwende ich keinen Gedanken, erklärte der Trainer der Hessen, der zunächst einmal die Grundlagen für ein weiteres erfolgreiches Jahr in der Bundesliga legen will. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt, sagte Funkel.


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