Frankfurt/Main - Der Inthronisierung von Theo Zwanziger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) steht nichts im Wege.
Der Geschäftsführende DFB-Präsident ist bis zum Ablauf der Frist am 17. Juli sowohl von den 5 Regional- und 21 Landesverbänden als auch vom Liga-Verband als einziger Kandidat für den Posten vorgeschlagen worden. Daher gilt seine Wahl auf dem Außerordentlichen Bundestag am 7./8. September in Frankfurt am Main als sicher.
Ich freue mich riesig über dieses Votum und werte es als Vertrauensbeweis für meine Arbeit als DFB-Schatzmeister und Geschäftsführender Präsident in den vergangenen Jahren. Dass alle Verbände mich für das Amt des DFB-Präsidenten vorschlagen, hätte ich nicht erwartet. Ich werde mich natürlich zur Wahl stellen, sagte der 61-Jährige.
Seit dem Bundestag im Oktober 2004 in Osnabrück leitet Zwanziger gemeinsam mit Gerhard Mayer-Vorfelder, der in Frankfurt wie angekündigt nach fünf Jahren sein Amt als DFB-Präsident aufgibt, die Geschicke des größten Sportverbandes Deutschlands. Zwanzigers große Stunde hatte erstmals im Zuge der chaotischen Bundestrainer-Suche nach der Europameisterschaft 2004 geschlagen. Dabei profilierte sich der damalige DFB-Schatzmeister und meldete eigene Führungsansprüche an. Allerdings scheute er eine offene Konfrontation mit Amtsinhaber Mayer-Vorfelder in letzter Minute und fügte sich zunächst in die Doppelspitze.
Als kreativer Teil dieser anfangs argwöhnisch beäugten Konstruktion erwarb sich der Jurist aus Altendiez in den vergangenen zwei Jahren einige Meriten. Zwanziger bewährte sich vor allem als Krisenmanager im Wettskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer und gab auch als Mit-Organisator der Fußball-Weltmeisterschaft eine glänzende Figur ab. Im Organisationskomitee war er als Vizepräsident für die Bereiche Allgemeine Organisation, Recht, Finanzen und Personal zuständig.
Als vordringlichstes Ziel für die Zukunft nennt Zwanziger die Einheit des Fußballs in Deutschland, der sich im Spannungsfeld zwischen Profis und Amateuren befindet. Dies hat für mich in den nächsten Jahren höchste Priorität. Deshalb freue ich mich auch darüber, dass der Liga-Verband mir sein Vertrauen schenkt und mich zur Wahl vorgeschlagen hat, sagte Zwanziger. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Frauen-Fußball, für dessen Entwicklung er sich seit Jahren stark macht. Das Herz des bekennenden Fans von Borussia Mönchengladbach schlägt daher seit einiger Zeit auch für den 1. FFC Turbine Potsdam.
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