Nyon - Ein attraktiver, aber schwerer Gegner erwartet den Hamburger SV in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation mit dem spanischen Club CA Osasuna.
So lautete das einhellige Urteil der HSV-Verantwortlichen, nachdem dem Fußball-Bundesligisten in der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon die Begegnung ausgelost worden war. Nicht so reizvoll, dafür jedoch lösbar ist die Aufgabe von Hertha BSC Berlin, das in der zweiten Qualifikationsrunde des UEFA- Pokals gegen den FC Ameri Tiflis aus Georgien antreten muss.
HSV-Gegner Osasuna war in der vergangenen Saison das Überraschungsteam der Primera Division. Der Club aus Pamplona im Norden Spaniens beendete die Spielzeit als Tabellenvierter hinter dem FC Barcelona, Real Madrid und dem FC Valencia. Sicherlich gab es leichtere Teams im Topf, sagte der neue Kapitän Rafael van der Vaart. Aber wenn wir in die Gruppenphase einziehen wollen, müssen und können wir Osasuna schlagen. Sollte dies den Hansestädtern gelingen, wäre es das erste Mal seit sechs Jahren.
Der HSV könnte mit zusätzlichen Einnahmen in Höhe von acht Millionen Euro planen. Kein Wunder, dass HSV-Chef Bernd Hoffmann die Richtung klar vorgibt: Das ist ein hochattraktives und schweres Los, aber wir wollen in die Gruppenphase. Trainer Thomas Doll baut auf die guten Erfahrungen mit spanischen Mannschaften: Letztes Mal haben wir uns gegen Valencia durchgesetzt, dieses Mal werden wir versuchen, das auch gegen Osasuna zu schaffen. Ich bin absolut davon überzeugt, dass die Jungs diese Aufgabe meistern werden.
Gegen Valencia reichte in der vergangenen Saison nach einem 1:0 im Hinspiel das 0:0 auswärts zur Qualifikation für den UEFA-Cup. Im Vergleich zum Vorjahres-Gegner ist das Team von Osasuna weniger prominent besetzt. Dennoch hält Doll die Spanier für eine starke Mannschaft. Bekanntester Spieler im Kader ist Bernardo Romeo, für den es zu einem Wiedersehen mit den Hamburgern kommt. Der argentinische Stürmer lief 77mal für den HSV auf und erzielte dabei 35 Treffer. Erfolgreichster Angreifer der Spanier war zuletzt allerdings ein anderer: der serbische Nationalspieler Savo Milosevic.
Der genaue Termin für die HSV-Partien steht noch nicht fest. Die Rothosen spielen am 8. oder 9. August zunächst zu Hause, 14 Tage später findet das Rückspiel statt. Hertha BSC genießt am 10. August ebenfalls zunächst Heimrecht und muss dann zum Rückspiel zwei Wochen später in der georgischen Hauptstadt antreten. Noch wissen die Berliner nicht so recht, was sie dort bei ihrer Pflichtaufgabe gegen Georgiens Meisterschafts-Siebten der vorigen Saison erwartet.
Unsere Scouts müssen noch viele Informationen sammeln, erklärte Trainer Falko Götz. Wir werden sicherlich Favorit sein und alles daran setzen, in die nächste Runde einzuziehen. Hertha BSC hatte sich im UI-Cup gegen FK Moskau durchgesetzt. Bei einem erfolgreichen Abschneiden gegen Tiflis wären die Hauptstädter für die erste Runde des UEFA-Pokals qualifiziert.
Die Auslosung zur Champions-League-Qualifikation ergab noch weitere interessante Paarungen. So muss der Sieger der Zweitrunden- Partie zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Zürich gegen den FC Valencia antreten. Dem FC Liverpool wurde einen Tag, nachdem die UEFA von Israel Sicherheitsgarantien für Spiele im Krisengebiet verlangt hatte, Maccabi Haifa zugelost. Im Hinblick auf die aktuelle politische Situation könnte das für den 22./23. in Haifa geplante Spiel noch in ein anderes Land verlegt werden.
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