Verbandschef: Maradona soll bei Boca einspringen | 2006-07-31
Buenos Aires - Argentiniens Verbandschef Julio Grondona hat Fußball-Legende Diego Armando Maradona als Coach bei den Boca Juniors ins Gespräch gebracht und damit indirekt in die Pflicht genommen.
Um die Nachfolge des unmittelbar nach dem WM-Aus gegen Deutschland zurückgetretenen Nationaltrainers José Pekerman durch Alfio Basile von den Boca Juniors endgültig zu klären, könne der Ex-Weltmeister und Boca-Vizepräsident als Coach des Weltpokalsiegers einspringen. Warum übernimmt Maradona nicht für sechs Monate das Amt? Das wäre doch eine nette Vorstellung, wurde AFA-Boss Grondona in argentinischen Medien zitiert.
Vor dem Gipfeltreffen des Präsidenten mit den Juniors-Verantwortlichen und dem designierten Nationalcoach Basile sind die Positionen klar. Während Grondona seinen Top-Kandidaten von sofort an verpflichten will, drängt Boca-Boss Maurizio Macri darauf, dass Basile noch bis Ende des Jahres die Geschicke des argentinischen Spitzenclubs leitet. Es ist eine Ehre, dass man unseren Trainer haben will, um die Seleccion zu leiten. Aber wir wollen eine kreative Lösung, betonte Macri.
Nachdem bis dato alle Kandidaten Boca einen Korb gegeben haben - zuletzt Mexikos Ex-Trainer Ricardo La Volpe - ist die Nachfolge von Basile weiter ungeklärt. Maradona sprach sich unterdessen gegen Forderungen aus, dass Assistenz-Coach Jorge Ribolzi in die Chefposition aufrücken könnte.