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Juve geht in die Berufung, aber die Stars flüchten | 2006-08-01


Rom - Juventus Turin hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) Einspruch gegen seinen Zwangsabstieg in die Zweite Liga eingelegt.

Der italienische Fußball- Rekordmeister war wegen seiner Verwicklung in den Manipulations- Skandal in zweiter Instanz vom Sportgericht des Fußballverbands (FIGC) zum Zwangsabstieg und zu 17 Strafpunkten in der nächsten Serie-B-Saison verurteilt worden. Außerdem waren Juve die letzten beiden Meistertitel aberkannt worden.

Juve werden vor dem CONI-Gericht nur geringe Chancen auf Strafminderung eingeräumt. Club-Präsident Giovanni Cobolli Gigli hatte angekündigt, auf weitere Berufungsklagen zu verzichten, wenn Juve in der Serie B zumindest ohne Strafpunkte starten könne. Sollte das CONI-Gericht das Urteil jedoch bestätigen, will der Club vor das römische Verwaltungsgericht ziehen und damit die Zivilgerichte anrufen.

Juve hat als erster der im Fußball-Skandal verurteilten Clubs erneut Berufung eingelegt. Die zu Punktabzügen verurteilten AC Florenz und Lazio Rom haben das CONI-Gericht noch nicht angerufen. Der AC Mailand hatte seine Punktstrafe akzeptiert.

Zuvor hatten bereits die als Drahtzieher der Liga-Manipulationen verurteilten ehemaligen Juve-Manager Luciano Moggi und Antonio Giraudo sowie AC Mailands Vize-Präsident Adriano Galliani Einspruch beim CONI eingelegt.

Unterdessen geht der Ausverkauf bei Juve weiter: Patrick Viera verließ den Club Richtung Inter Mailand, wo er nach einem Bericht der La Gazzetta dello Sport einen Vierjahresvertrag unterschreiben wird. Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic habe sich mit dem AC Mailand geeinigt. Nachdem der schwedische Stürmer Milan das Ja-Wort gegeben habe, versuche der Club Juve noch bei der Ablösesumme herunterzuhandeln. Die im Fußball-Skandal zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilten Turiner fordern 40 Millionen Euro für Ibrahimovic.

Auch Weltmeister-Torwart Gianluigi Buffon soll es zu Milan ziehen. Ich habe sein Wort, bekräftigte Club-Präsident Francesco Cobolli Gigli noch am Vorabend, dass der 28-Jährige Juve auch in der Serie B treu bleibt. Gleichzeitig wurde jedoch bekannt, dass Juve mit dem FC Livorno über einen Wechsel von Marco Amelia nach Turin verhandle. Livorno fordert für den 24-jährigen Ersatztorwart der italienischen Nationalelf zehn Millionen Euro. Ein Verkauf von Buffon würde Juve schätzungsweise 30 Millionen Euro einbringen.


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