Leipzig - Kopf an Kopf geht es in das Rennen um den Aufstieg in der Fußball-Regionalliga Nord. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den 19 Trainern liegen fünf Teams bei der Favoriten-Frage vorn.
Auf den FC St. Pauli, den VfB Lübeck, Holstein Kiel und Fortuna Düsseldorf entfielen mit 15 Nennungen die meisten Stimmen. Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden haben 14 Trainer auf der Rechnung. Schon abgeschlagen ist dagegen der VfL Osnabrück mit neun Stimmen.
Es wird diesmal richtig spannend, prophezeit Karsten Heine von Hertha BSC Berlin II und erwartet eine ausgeglichene Konkurrenz. Fast die halbe Liga möchte aufsteigen und hat mächtig aufgerüstet, sagt Bernard Dietz von Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Ahlen. Seinem Team trauen nur zwei Kollegen den direkten Wiederaufstieg zu. Fast ehrfürchtig schauen die Aufsteiger auf ihre neue Spielklasse. Die Regionalliga Nord ist die Hammer-Liga überhaupt, erklärt Horst Wohlers von Borussia Mönchengladbach II.
In den Vereinen, die als Aufstiegsaspiranten genannt wurden, spricht man offen über das ehrgeizige Ziel. Wir werden oben mitspielen, sagt Bernd Hollerbach vom VfB Lübeck. Viele Fehltritte oder Negativserien darf man sich angesichts der großen Konkurrenz nicht leisten. Das hat auch Andreas Bergmann vom FC St. Pauli erkannt und betont: Auf jeden Fall müssen wir konstanter als in der Vorsaison spielen. Dann ist mit dem nötigen Glück Platz eins oder zwei drin.
Dresden bleibt die Rolle des Ost-Leuchtturms in der dritten Liga. Obwohl Rot-Weiß Erfurt - neben dem 1. FC Magdeburg der dritte Verein aus den neuen Bundesländern - sich gezielt verstärkt hat, hat die Thüringer keiner auf der Rechnung. Dresden muss nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga hingegen den Weggang von 14 Spielern kompensieren. Darunter befinden sich so wichtige Akteure wie Joshua Kennedy, Maik Wagefeld oder Dexter Langen. Unser Ziel muss es sein, vorn mitzuspielen, fordert Trainer Peter Pacult dennoch. Ich gönne meinem ehemaligen Club Dresden natürlich den Wiederaufstieg, bemerkt Ulf Kirsten, Coach von Bayer Leverkusen II.
Hinter denen, die um den Aufstieg kämpfen, beginnt bereits die Abstiegszone, meint Erfurts Trainer Pawel Dotschew: Alle anderen Mannschaften kämpfen um den Klassenerhalt. Besonders schwer wird es für die Neulinge: Die Aufsteiger aus der Oberliga sind besonders abstiegsgefährdet, erklärt Pacult. Sein Kollege in Mönchengladbach weiß warum: Wir müssen uns Woche für Woche gegen Traditionsvereine beweisen, sagt Wohlers. Keine Konkurrenz sind die zweiten Mannschaften der Bundesliga-Vereine. Sechs Teams sind es diesmal.
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