Schalke Schlaflos: Lange Busfahrt nach Pleite | 2006-08-03
München/Gelsenkirchen - Erst verpassten die Fußball-Profis des FC Schalke 04 den Erfolg im Ligapokal-Halbfinale, dann brachte sie jede Menge Pech auch noch um den Schlaf.
Nach dem 1:4 im Elfmeterschießen gegen Bayern München machten sich die Gelsenkirchener auf zum Münchner Flughafen, durften dort aber wegen des Nachtflug-Verbots nicht mehr starten. Statt für ein Hotelbett entschied man sich für eine Bustour zurück in das mehr als 600 Kilometer entfernte Gelsenkirchen.
Eine falsche Entscheidung, denn auf der Rückfahrt geriet der Bus auf der Autobahn in eine Vollsperrung. Erst um 8.00 Uhr waren die Königsblauen letztlich zurück, das Vormittagstraining wurde ebenso abgesagt wie ein Einkleidungstermin. Stattdessen ging es für Kapitän Marcelo Bordon & Co. endlich ins Bett.
Am schlechtesten fiel das Verhältnis von Arbeits- und Reisezeit für den Schalker Neuzugang Mathias Abel aus. In den ersten Sekunden der Nachspielzeit durfte der 25-Jährige als Einwechselspieler zwar noch aufs Feld, doch Schiedsrichter Lutz Wagner pfiff die Partie gar nicht mehr an. Der wohl als vermeintlich sicherer Schütze eingewechselte Abel verschoss dann zu allem Übel auch noch seinen Elfmeter.