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Trainer Becker verlängert beim KSC bis 2009 | 2007-08-16


Karlsruhe - Rechtzeitig vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel seit neun Jahren hat Trainer Edmund Becker beim Karlsruher SC seinen Vertrag verlängert und damit für noch mehr Begeisterung bei den Fans des Aufsteigers gesorgt.

Die Euphorie kann man sowieso nicht bremsen. Wichtig ist, dass wir klaren Kopf behalten, sagte der 51 Jahre alten Fußball-Lehrer vor der Partie gegen Hannover 96. Der KSC bindet Becker, dessen Kontrakt ursprünglich bis zum 30. Juni 2008 befristet war, bis zum Sommer 2009 an sich. In der heutigen Zeit ist das ein langfristiger Vertrag, sagte der Ex-Profi, der nach Vereinsangaben zu verbesserten Konditionen - sprich: einem höheren Gehalt - verlängerte.

Alle Vorrundenspiele ausverkauft, ein nicht zu bewältigender Ansturm der Fans und ein glanzvoller Saisonauftakt beim 2:0 in Nürnberg: Beim KSC fiebert man seit Monaten dem ersten Auftritt im Wildpark entgegen. So war es beim Start des Dauerkartenverkaufs sogar zu Tumulten gekommen. Die Anhänger, die im vergangenen Jahrzehnt wesentlich mehr Tiefen als Höhen mit dem einstigen UEFA-Cup-Teilnehmer mitgemacht haben, konnten es kaum erwarten, dass der KSC wieder in der Eliteliga mitmischt. Vor allem das baden-württembergische Derby gegen den VfB Stuttgart am 2. September und der Schlager gegen den FC Bayern München zwei Wochen später elektrisieren die Fans.

Doch zunächst einmal muss der Zweitliga-Meister seine Pflicht gegen Hannover 96 absolvieren. Mit einem Unentschieden können die Karlsruher sogar - zumindest für einen Tag - die Tabellenführung erobern. Wir werden natürlich nach vorne spielen, aber mit der nötigen Absicherung, sagte Kapitän Mario Eggimann. Becker rechnet damit, dass es ganz entscheidend ist, wer das erste Tor macht und will deshalb wieder mit einer Doppel-Sechs spielen: Michael Mutzel und Godfried Adoube, der nach Kniebeschwerden wieder fit ist. Wir wollen forsch auftreten, nicht nur mitspielen. Wir wollen gewinnen, sagte der Ex-Stuttgarter Mutzel.

Zwar dauert der Streit um den geplanten Stadionumbau an, doch an eine Veränderung müssen sich die 30 000 Zuschauer im ausverkauften Wildparkstadion und die Profis gewöhnen: Das Spielfeld mit neuer Rasenheizung wurde in der Sommerpause um acht Meter näher an die Haupttribüne gerückt. Deshalb ließ Becker schon mal darauf trainieren: Für uns war es wichtig, das neue Spielfeld mal zu beschnuppern, bevor wir dort um Punkte kämpfen.

Hannover hatte kurz vor der Abreise nach Karlsruhe noch eine bittere Pille zu schlucken. Trainer Dieter Hecking musste Routinier Michael Tarnat aus dem Kader streichen. Der 37-jährige Ex-Karlsruher konnte das Training erneut wegen Hüftproblemen nicht durchstehen. Für Tarnat wird nunmehr der erst 20 Jahre alte Sören Halfar auf der linken Seite verteidigen.

Trotz der 0:1-Auftaktniederlage gegen den Hamburger SV ist die Stimmung gelöst. Wir haben genug Erfahrung, um mit der Situation umzugehen, sagte Hecking. Er sieht seine Mannschaft nicht unbedingt in der Außenseiterrolle: Drei Punkte sind unser Ziel. Trotz der Euphorie beim KSC fahren wir dort nicht mit schlotternden Knien hin.


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