Salzburg - Die Legionäre aus Deutschland und Tschechien haben Trapatthäus-Club Red Bull Salzburg der Champions League ein großes Stück näher gebracht.
Die Abwehr um Kapitän Thomas Linke und mit dem Ex-Münchner Timo Ochs als großem Rückhalt im Tor sowie der auf Vorarbeit seines Landsmanns Petrik Jezek per Kopf erfolgreiche Tscheche Karel Pitak sorgten für den ebenso unerwarteten wie verdienten 1:0-Erfolg des österreichischen Vize-Meisters über den Europapokal-erprobten FC Valencia. Ein Tor öffnet die Tür zu den Champions, schrieb der Kurier.
Das mit dem Ziel Champions League angetretene Trainer-Duo Giovanni Trapattoni/Lothar Matthäus geht zuversichtlich in das zweite Rückspiel-Duell. Das war unser bisher bestes Saisonspiel. Ein großes Kompliment der Mannschaft, die Chance lebt, betonte Matthäus. Auch Chefcoach Trapattoni war zufrieden. Das Team hat alles umgesetzt, was wir in den vergangenen Tagen besprochen haben. Wir sind noch lange nicht in der Champions League, aber ich hoffe, dass wir es schaffen. Und Kapitän Linke sprach von einer guten Ausgangsposition: Wenn uns in Valencia ein Tor gelingt, dann ist alles möglich.
Binnen kurzer Zeit hat es das Trainer-Gespann offenbar geschafft, aus dem mit hohem finanziellen Aufwand verstärkten Kader eine Einheit zu formen, die auch auf der großen Fußballbühne mithalten kann. Wenn jeder so spielt wie heute, können wir auch international bestehen, glaubt Linke. Hinter dem deutschen Ex-Internationalen hielt Keeper Ochs wie ein Weltmeister und sicherte mit vier glänzenden Paraden gegen Stürmerstar Fernando Morientes das wertvolle zu null. Der Ex-Profi von 1860 München wird in der österreichischen Presse schon mit Oliver Kahn (Bayern München) verglichen und als Mini-Kahn gefeiert.
Dagegen enttäuschten die Erfolg verwöhnten Iberer über weite Strecken. Die Roten Bullen nahmen Valencia auf die Hörner. Der Stoß ist aber noch nicht tödlich, titelte As trefflich. Denn die Valencianer sind ausgesprochen heimstark. Vor allem aber müssen sie im Mestalla-Stadion nicht wie in Salzburg auf ungeliebtem Kunstrasen antreten, der vor dem Spiel auch noch kräftig gewässert wurde. Die Salzburger fühlten sich auf dem Kunstrasen wie die Fische im Wasser, schrieb Marca. Die Spanier hoffen deshalb, dass das 0:1 auf ungewohntem Untergrund für sie ein Ausrutscher bleibt.
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