Salzburg/Hamburg - Alexander Zickler und Thomas Linke sind mit Red Bull Salzburg weiter auf Höhenflug, und der kommende Gegner in der Champions-League-Qualifikation weckt die Erinnerung an ihre größte Stunde.
2001 gewann das Duo mit dem FC Bayern München gegen den FC Valencia den Meisterpokal. Gegen den spanischen Spitzenclub wollen die deutschen Profis nun für Österreichs Emporkömmling das Tor zu Europas Fußball-Elite aufstoßen. Für die Spieler, die Fans und den gesamten Verein ist Valencia ein ganz besonderes Erlebnis, eine Riesengeschichte, sagte Zickler vor dem Hinspiel in Salzburg.
Trotz des geglückten Saisonstarts in Österreichs Bundesliga sehen sich die Salzburger aber gegen den Champions-League-Finalisten von 2000 und 2001 als klare Außenseiter. Normalerweise haben wir gegen Valencia keine Chance, so realistisch muss man sein, sagte Linke. Auch Lothar Matthäus fürchtet einen übermächtigen Gegner: Sie haben Weltklasse-Spieler in ihren Reihen. Wer auch immer spielt, das ist eine der besten Mannschaften Europas, sagte der Trainer-Assistent, der im Gegensatz zu seinen früheren Münchner Teamkollegen vor fünf Jahren beim Triumph in Mailand schon nicht mehr im Bayern-Team stand.
Im Heimspiel muss Salzburg laut Zickler den Grundstein zur erhofften Sensation legen und baut dabei darauf, dass die Spanier wegen des späten Saisonstarts in der Primera Division auch bis zum Rückspiel (22. August) noch keine Spielpraxis haben. Da der frühere Stuttgarter Christian Tiffert gesperrt ist, wird er mit Linke und Torwart Timo Ochs diesmal ein deutsches Trio für Salzburg bilden.
Ohne seine Stars David Villa, Roberto Ayala und den vom FC Chelsea nach Spanien zurückgekehrten Asier del Horno wird Valencia im EM-Stadion in Wals-Siezenheim antreten. Unser Team ist trotzdem sehr konkurrenzfähig, sagte David Albelda. Der Kapitän ist neben Ruben Baraja, Ayala und dem im damaligen Elfmeterschießen von Linke und Zickler bezwungenen Torwart José Canziazres einer von vier Valencia-Spielern, die 2001 im Finale schon dabei waren.
Valencia ist aber nicht der einzige Ex-Finalist, der in dieser Saison den Weg über die Qualifikation gehen muss. Mit dem AC Mailand, FC Liverpool, Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon, Dynamo Kiew, Steaua Bukarest, Roter Stern Belgrad, dem FC Arsenal und dem Hamburger SV müssen neun weitere, die einst zumindest im Finale standen oder die wichtigste europäische Vereinstrophäe gewannen, um die Champions-League-Teilnahme noch bangen. Zwei ehemalige Sieger stehen sich im Duell zwischen AC Mailand und Roter Stern Belgrad gegenüber. Die Italiener konnten trotz der Verwicklung in den italienischen Manipulationsskandal von der UEFA nicht aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden.
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