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Rummenigges Treue-Schwur für Magath | 2006-08-08


München - Der deutsche Fußballmeister FC Bayern München und Trainer Felix Magath üben drei Tage vor dem Bundesligastart den Schulterschluss. Zwischen Felix Magath und uns passt kein Blatt Papier, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview.

Damit reagierte Rummenigge auf Magaths jüngsten Flirt mit dem Fußballverband von Puerto Rico. Gleichzeitig dementierte Rummenigge in dem Gespräch mit dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) eine angebliche Bayern-Krise. Dennoch rechnet er damit, dass der Start nicht optimal sein wird.

Alle Konzentration des Rekordmeisters gilt nun dem Saisonstart gegen Borussia Dortmund. Es sei immer schwierig, die Mannschaft nach einer WM vorzubereiten, meinte Rummenigge in dem Interview. Wir wissen, dass der Start etwas holprig wird, sagte der Bayern-Chef, trotzdem werden wir versuchen, die ersten drei Spiele vor der Länderspielpause nicht abzuschenken, sondern dort auch schon Punkte zu holen. Rummenigge hofft dabei auch auf attraktiven Fußball, aber mit diesen ganzen Umständen wird es gerade am Anfang nicht ganz so einfach sein. Da werden wir etwas Geduld haben müssen.

Der Abschied von Michael Ballack nimmt nach Rummenigges Ansicht vor allem die Leistungsträger in die Pflicht. Durch Ballacks Weggang gebe es ein Vakuum in der Hierarchie, und das müssen die Spieler, die hohe Ansprüche haben, einfach zu ihren Gunsten nutzen und ausfüllen. Auf der Suche nach einem Nachfolger für die Ballack-Rolle hofft Rummenigge, dass Bastian Schweinsteiger irgendwann mal in die Spielmacherrolle hineinwächst. Er hat dieses Potenzial und es wäre schön, wenn er das jetzt nach und nach mehr ausspielen könnte.

Die Bundesligaclubs sieht er im europäischen Vergleich weiterhin im Nachteil. Ich glaube, wir dürfen nicht so vermessen sein, dass ein Bundesligist im Moment in der Lage ist, den Champions-League- oder den UEFA-Cup-Titel zu holen, sagte Rummenigge, die Bundesligaclubs stehen nicht in der Pole-Position. Da gibt es Länder wie Spanien und Italien oder England, die uns derzeit ein Stück voraus sind.

Für einen fairen, waffengleichen Wettbewerb mit der europäischen Konkurrenz wünscht er sich, dass in den entsprechenden Ländern die zentrale Vermarktung wieder eingeführt wird. Trotz der Explosion von Transfersummen und Gehältern, für die er den russischen Öl-Milliardär und Inhaber des FC Chelsea, Roman Abramowitsch, verantwortlich machte, sprach sich Rummenigge für Stars in der eigenen Liga aus: Wir haben uns in der Vergangenheit hinter irgendwelchen Krisen versteckt. Das hat uns zwar geholfen, finanziell besser dazustehen als andere Ligen, aber sportlich gesehen sind die anderen durch ihre Hasardeur-Aktionen ein bisschen davongelaufen.

Angesichts des bevorstehenden Länderspiels der Nationalmannschaft gegen Schweden übte der Bayern-Chef Kritik an der Terminplanung des Fußball-Weltverbandes und forderte von der FIFA künftig mehr Fingerspitzengefühl. Nach einer WM direkt am 16. August gleich so ein Länderspiel anzusetzen, ist nicht optimal. Rummenigge stellte jedoch klar, dass Bundestrainer Joachim Löw jeden Spieler bekommen werde, den er haben will.


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