Dresden - Die Zukunft des privaten Sportwettenanbieters betandwin in Deutschland ist weiter offen. Noch ist das genaue Vorgehen des sächsischen Innenministeriums gegen das Unternehmen unklar.
Das eventuelle Eingreifen werde derzeit juristisch geprüft, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Lothar Hofner. Der Wettanbieter sei weiterhin in Gefahr, die Ausübung seines Gewerbes untersagt zu bekommen, sagte er. Es geht aber nicht um einen Konzessionsentzug. Das Ministerium will am 10. August in einer Pressekonferenz über die Situation informieren.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll dem österreichischen Glücksspielkonzern, dessen deutscher Sitz in Neugersdorf (Sachsen) ist, verboten werden, über das Internet Wetteinsätze aus Deutschland anzunehmen. betandwin droht dagegen mit Schadenersatzforderungen von rund 500 Millionen Euro. Ein Unternehmenssprecher kündigte darüber hinaus Strafanzeigen gegen Beamte und Regierungsvertreter an. Geschädigt werde der Sport, sagte er. betandwin verfügt eigenen Angaben zufolge über ein Markting-Budget von 56 Millionen Euro, das in großen Teilen in den Sport fließt. In Sachsen stehen 60 Arbeitsplätze zur Disposition. Am 9. August brach die Aktie des Konzerns an der Wiener Börse zunächst um knapp 30 Prozent ein.
Es müsse geklärt werden, wie mit privaten Wettanbietern in anderen Bundesländern zu verfahren sei, sagte Hofner. Unternehmen der Branche, die mit einer so genannten DDR-Lizenz arbeiten, sind Sportwetten Gera, digibet und bluevest aus Berlin sowie die Deutsche Sportwettgesellschaft mbH (DSG) in Dresden.
Von betandwin wurde das Vorgehen des Ministeriums als reiner Aktionismus bezeichnet. Wer online wetten wolle, werde das künftig über andere Anbieter tun, sagte ein Sprecher. Den Dialog mit der Politik werde das Unternehmen aber fortsetzen.
Er könne ähnliche Schritte des Ministeriums gegen die DSG nicht ausschließen, sagte der DSG-Geschäftsführer Wolfgang Rebernig. Das Problem ist, dass alle privaten Wettanbieter in Ostdeutschland über einen Kamm geschoren werden, sagte er. Die DSG sitze aber nicht im selben Boot wie betandwin. Wir veranstalten keine Sportwetten, sondern vermitteln sie nur, sagte Rebernig.
Lagerbäck schickt drei Spieler nach HauseFrankfurt holt ersten Auswärtssieg: 1:0 in CottbusHyundai fährt mit einem Eigentor zur Fußball-WMSchiedsrichter testen neues SystemErdmann fällt Entscheidung im DFB-Ausrüsterstreit96-Manager Kaenzig geht - Bobic im GesprächMijatovic beerbt Real-Sportdirektor ButraguenoDynamo Dresden wahrt AufstiegschanceJena schlägt Hamburg mit neun MannVogts will Nigeria zur WM 2010 führen1085 |
1482 |
1001 |
1873 |
1381 |
13822 |
13017 |
13211 |
13054 |
13313 |