SC Freiburg darf nicht mehr für betandwin werben | 2006-08-11
Freiburg - Fußball-Zweitligist SC Freiburg darf vorläufig nicht mehr für den privaten Sportwettenanbieter betandwin werben. Die Südbadener hätten eine Unterlassungsverfügung vom Regierungspräsidium Karlsruhe erhalten, teilte SC-Pressesprecher Martin Braun mit.
Wir werden diese natürlich umsetzen, um uns gesetzeskonform zu verhalten, sagte Braun. Die Bandenwerbung des Premium-Sponsors im Badenova-Stadion werde vor dem Saisonauftakt gegen Hansa Rostock entfernt. Zudem würden auf den Internet-Seiten der Freiburger keine Werbebanner des Unternehmens mehr zu sehen sein. Anzeigen im Stadionheft seien indes noch ausdrücklich erlaubt, erklärte Braun. Ob der Verein gegen die Unterlassungsverfügung vorgehen werde, sei noch offen. Wir sind noch in der Entscheidungsphase. Wir lassen es zunächst einmal rechtlich prüfen.
Auch dem VfB Stuttgart war untersagt worden, für betandwin zu werben. Der Bundesligist will dem Verbot vor dem Saisonauftakt gegen den 1. FC Nürnberg zwar nachkommen. Die Schwaben kündigten aber zugleich an, gegen die Karlsruher Verfügung vor dem Landgericht Stuttgart unverzüglich Klage zu erheben.
Sachsens Innenministerium hatte den Unternehmen betandwin e.K. mit Sitz im sächsischen Neugersdorf und bwin.com Interactive Entertainment AG in Wien ihre Tätigkeit im Freistaat mit sofortiger Wirkung untersagt. Das Verbot trifft auch weitere private Wettanbieter.