Den Haag - Der beim Hamburger SV spielende niederländische Fußballprofi Khalid Boulahrouz hat sich nachdrücklich zum muslimischen Glauben bekannt.
Ich bete fünf Mal täglich und ich lese den Koran, sagte der Sohn marokkanischer Eltern in einem Interview mit der niederländischen Zeitung de Volkskrant. Das verschafft mir Ruhe und nimmt den Stress weg.
Das Bild, das viele Menschen vom Islam hätten, sei beeinflusst, sagte der 24-Jährige. Sie sähen im Fernsehen, wie Fundamentalisten Allah akbar rufen, und übertrügen das auf alle Muslims. Die Leute müssen vor dem Islam keine Angst haben, meinte Boulahrouz. Islam bedeutet Friede. Wenn jeder dem anderen seine Würde ließe, würden die Spannungen in der Welt nachlassen.
Mit Lesen im Koran entspannt sich der für seine Härte bekannte HSV-Verteidiger (der Kannibale) manchmal auch vor einem Spiel. Er sieht sich selbst nicht als übermäßig hart: Wenn ich sehe, dass jemand einen Ellenbogen ins Gesicht bekommt, dreht sich mir der Magen um, sagte Boulahrouz. Hart verteidigen ist prima, aber ich habe Respekt für den Menschen, wie er ist. Boulahrouz: Ich betrachte Verteidigen als eine Kunst, und ich mache das mit Eingebung und Gefühl.
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