Hamburg - Ausgerechnet gegen Lieblingsgegner Arminia Bielefeld hat der Hamburger SV einen Sieg zum Auftakt der Fußball-Bundesliga verpasst. Mit dem 1:1 (0:1) kamen die Hanseaten nur zu einem dürftigen Remis.
Drei Tage nach dem torlosen Hinspiel in der Qualifikation zur Champions League gegen CA Osasuna ließen die Hanseaten erneut zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt. Damit verpasste der HSV den 13. Sieg im 15. Heimspiel gegen Bielefeld. Erst in der 67. Minute köpfte Boubacar Sanogo einen Ecke von Rafael van der Vaart ins Tor. Zweitliga-Torschützenkönig Christian Eigler hatte in der 33. Minute für die verdiente Führung der Gäste gesorgt. Wir können mit dem Punkt froh und glücklich sein. Unser Mut in der ersten Halbzeit ist belohnt worden, resümierte Bielefelds Coach Thomas von Heesen.
Vor 49 713 Zuschauern in der AOL-Arena begann der HSV wie schon gegen Osasuna mit den neuen Stürmern Sanogo und Paolo Guerrero. Nach ausgeheilter Adduktorenzerrung konnte auch der Kameruner Thimothee Atouba wieder auf der linken Seite spielen, offenbarte aber in der Defensive noch Schwächen. Ihm fehlte noch Wettkampfpraxis, erkannte Trainer Thomas Doll. HSV-Kapitän van der Vaart, der beste Spieler auf dem Platz, prüfte bereits in der dritten Minute Torhüter Mathias Hain mit einem Weitschuss und legte in der 10. einen guten Freistoß auf, den Bastian Reinhardt per Kopf aber nicht im Tor platzieren konnte.
Bielefeld deutete im Gegenzug an, dass Ex-HSV-Spieler van Heesen seine Profis hervorragend auf seinen alten Verein eingestellt hatte. Der Coach hatte ein mutiges Auftreten seiner Schützlinge gefordert, die den Ausfall der verletzten Fatmir Vata (Kreuzbandriss) und Sibusiso Zuma (Innenbandriss) bestens kompensierten. Völlig verdient nutzen die Ostwestfalen einen Konter, den Arthur Wichniarek bestens auf den Fürther Neuzugang Eigler auflegte. Dessen Schuss prallte vom Innenpfosten ins Netz.
Der HSV ließ besonders im umgestellten Mittelfeld eine klare Linie vermissen. Wir wollten heute Hacke, Spitze, eins zwei drei spielen, monierte Doll, der sich besonders über die ersten 45 Minuten aufregte. So kann man in der Bundesliga keinen Blumentopf gewinnen.
Wie schon gegen Osasuna konnte der ehemalige Kaiserslauterer Sanogo zunächst beste Möglichkeiten nicht nutzen. In der 28. Minute verpasste er es, die Vorlage von Sturmpartner Guerrero über die Linie zu drücken. In der 65. scheiterte er aus aussichtsreicher Position an Hain. Auch van der Vaart (36.) vergab zwei gute Möglichkeiten.
Insgesamt standen die Arminen in der Abwehr kompakt und erschwerten den Gastgebern die Entfaltungsmöglichkeiten. Sekunden nach der Pause traf Mehdi Mahdavikia die Latte. Torben Marx hätte in der 62. Minute sogar auf 2:0 erhöhen können, verfehlte aber mit einem Weitschuss knapp das Gehäuse von Sascha Kirschstein, der nur in der Anfangsphase unsicher wirkte.
In den zweiten 45 Minuten agierte der Bundesliga-Dritte der Vorsaison deutlich abgeklärter und kam besonders durch Standardsituationen von van der Vaart zu guten Chancen. In der Nachspielzeit traf Besart Berisha noch die Latte.
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