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Der 2. Bundesliga-Spieltag im Telegramm | 2007-08-17


Düsseldorf - Revanche im Ruhrgebiet, Wiedersehen bei Werder und ein schief hängender Haussegen in Hamburg: Der 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga bietet reichlich Zündstoff.

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

Beim 130. Revierderby herrscht Sicherheitsstufe eins. Nach dem 0:2 beim Erzrivalen am zweitletzten Spieltag 2006/07 sinnen die Schalker Profis und Fans auf Revanche. Ein Friedensgipfel der Clubbosse und eine Zeitungsanzeige im Vorfeld der Partie sollen die aufgebrachten Gemüter beruhigen. Beim BVB ist die Freude über den Coup im Mai der Sorge um einen Fehlstart gewichen. Zudem verheißt die jüngste Bilanz wenig Gutes: Die Borussia gewann nur zwei der letzten 17 Duelle. (Heimbilanz: 15-11-9, 61:45 Tore)

Werder Bremen - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Bremens verlorener Sohn Klose rechnet bei seiner Rückkehr mit Schmähungen durch die Werder-Fans - das aber sei kein Problem, er sei nicht nervöser als vor jedem anderen Spiel. Ein Treffer an alter Wirkungsstätte wäre für ihn der 100. in der Bundesliga. Die Bremer Verantwortlichen jedenfalls wollen die offizielle Klose-Verabschiedung würdig gestalten - sportliche Rivalität ja, Hass der Fans nein, fordert Manager Allofs. Werder muss im Heimspiel auf Leon Andreasen verzichten. Wegen Wadenproblemen sagte der Däne seinen Einsatz für den Bundesliga-Schlager ab. Dafür kann Trainer Thomas Schaaf wieder mit Dusko Tosic rechnen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es schon wieder geht, aber er ist wieder gesund, sagte Schaaf.

(Heimbilanz: 19-13-9, 62:43 Tore)

Hertha BSC - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Einsatz des Meistersturms Gomez/Cacau ist fraglich, beide sind verletzt. Ewerthon könnte für VfB-Coach Veh die Offensiv-Alternative sein. Der Ex-Berliner Bastürk brennt auf seinen Einsatz. Der letzte Schwaben-Erfolg in Berlin liegt mehr als 16 Jahre zurück (2:0 am 2. März 1991). Der Radikal-Umbruch bei der Hertha, die zum Start 0:1 in Frankfurt unterlag, macht Neu-Trainer Favre und Manager Hoeneß Sorgen. Auf Knopfdruck gehe das nicht, mahnte der Manager zur Geduld. (Heimbilanz: 14-7-3, 39:15 Tore)

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Das letzte Duell in der SchücoArena entschieden die Hessen mit 4:2 für sich, Bielefeld stand vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit. Doch die Arminia, bei der Schuler (Knieprellung) wieder zur Verfügung steht, startete mit dem 3:1 in Wolfsburg furios in die Saison. Die Eintracht hat durch viele Verletzte Offensiv-Nöte, Thurk soll die Probleme beheben. Die zahlreichen Blessuren bei den Hessen seien ganz einfach Pech, er könne das leider auch nicht ändern, sagte Trainer Funkel. (Heimbilanz: 5-4-2, 18:14 Tore)

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr)

840 Tage nach dem letzten Bundesliga-Sieg (30. April 2005/2:1 gegen Hertha BSC) strebt Aufsteiger Rostock nach einem neuerlichen Erfolgserlebnis. Trainer Pagelsdorf kann bis auf Angreifer Dorn (Meniskus-Operation) den kompletten Kader einsetzen. Nach der Auftakt-Niederlage gegen Aufsteiger Karlsruhe kündigte Club-Coach Meyer beim Pokalsieger Veränderungen auf drei Positionen an. Glauber, Mintal und Mnari sollen in die Startformation rücken. (Heimbilanz: 3- 1-1, 8:3 Tore)

MSV Duisburg - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Pleite gegen Bielefeld will Gäste-Coach Magath die Millionen-Einkäufe Josue und Simunek entgegensetzen. MSV-Kapitän Grlic sieht die Niedersachsen trotz des Duisburger Coups beim 3:1 in Dortmund in der Favoritenrolle. Der MSV könne nur versuchen, Wolfsburg das Leben schwer zu machen. Ailton wird nach den beiden Ishiaku-Treffern beim BVB wohl nur die Joker-Rolle bleiben. Wolfsburg gelang an der Wedau bislang nur ein Sieg bei vier Auftritten (3:2 am 25. März 2000). (Heimbilanz: 2-1-1, 11:6 Tore)

Hamburger SV - Bayer Leverkusen (Sonntag, 17.00 Uhr)

Von einer optimalen Vorbereitung kann keine Rede sein. Die Wechselgelüste van der Vaarts sorgten in Hamburg für Störgeräusche. Mit seinem angeblich verletzungsbedingten Verzicht auf die Partie in Budapest trieb der HSV-Regisseur den Streit auf die Spitze. Dessen ungeachtet setzt Bayer nach dem mäßigen 0:0 gegen Cottbus auf die Auswärtsstärke. Nur die drei Top-Teams Stuttgart, Schalke und Bremen gewannen 2006/07 mehr Spiele in der Fremde. (Heimbilanz: 11-9-8, 38:29)

Energie Cottbus - VfL Bochum (Sonntag, 17.00 Uhr)

Das Debüt von Neuzugang Angelow und die neue Nord-Tribüne sollen Cottbus zum ersten Sieg der neuen Saison verhelfen. Wir dürfen auf keinen Fall verlieren, sagte Manager Heidrich vor der Partie gegen die Bochumer, die als Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib gehandelt werden. Der VfL ist in Cottbus ein gern gesehener Gast: Er verbuchte in drei Bundesliga-Gastspielen nur einen Punkt - beim 0:0 in der vergangenen Saison. (Heimbilanz: 2-1-0, 4:1 Tore)


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