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REGELRECHT: Die Tatsachenentscheidung | 2006-06-28


Berlin - Tatsachen sind unumstößlich, über Entscheidungen lässt sich streiten - aber bitte sachlich. Über entscheidende Taten der Fußballer können Fernsehbetrachter häufig am zuverlässigsten richten.

Der Australier Tim Cahill schlug nach dem typisch italienischen Elfmeter dazu eine Tasse Kaffee vor - und keinen Tee aus dem englischen Mutterland. Deutsche sollen Weißbier bevorzugen.

Nüchtern betrachtet spricht wenigstens bei großen Turnieren viel für den Fernsehschiedsrichter, der dem Referee auf dem Feld über die mobile Gegensprechanlage hilft. Brasiliens Abseitstor gegen Ghana wäre so nicht nur den Zuschauern im Dortmunder Stadion aufgefallen. Ghanas Fans pfiffen schon bei der Zeitlupe auf den Videowänden: Sie wussten es besser als der Schiedsrichter.

Im Eishockey wäre dies dank der Videorichter nicht passiert. Die Fußballer schwören aber auf die Tatsachenentscheidung. Fehler machen den Fußball menschlich und gehören dazu, heißt es - so lange nur die anderen die Tore kassieren. Da der Fernsehkommissar schon seit langem versteckte Tätlichkeiten aufdeckt, sollte auch bei umstrittenen Toren die Hilfe von der Tribüne abgewartet werden. Auch bei dieser WM waren die Fälle meist so klar, dass zum Teetrinken keine Zeit blieb.


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