München - Brasiliens Minimalisten haben dank Papa Adriano die zweite schwere Geburt bei der Fußball-Weltmeisterschaft überstanden und stehen nach einem glücklichen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Australien und dem zweiten Sieg in der Gruppe F vorzeitig im Achtelfinale.
Der Torjäger von Inter Mailand traf vor 66 000 Zuschauern in München in der 49. Minute. Den erlösenden zweiten Treffer erzielte Fred (90.), der erst zwei Minuten zuvor für Adriano eingewechselt worden war. Wir verdanken diesen Erfolg auch Gottes Segen. Wir sind genau auf dem richtigen Weg. Die anderen mauern gegen uns, deshalb haben wir noch einige Schwierigkeiten, meinte Fred, der nicht nur beim Torschuss erfolgreich war, sondern auch beim Kampf um den Spielball: Den schenke ich meinem Vater, sagte der Stürmer von Olympique Lyon.
Gegen die felsenfest wie der Ayers Rock stehende australische Abwehr taten sich die Ballzauberer vom Zuckerhut wieder äußerst schwer, so wie schon beim mageren 1:0 gegen Kroatien. Bei zahlreichen Kontern der Aussies hatten sie sogar Glück, nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Australien reicht trotz der Niederlage im letzten Gruppenspiel am 22. Juni in Stuttgart gegen Kroatien sogar ein Unentschieden zum erstmaligen Einzug ins Achtelfinale, vorausgesetzt Brasilien verliert zur selben Zeit nicht gegen Japan.
Erst nach einer wieder enttäuschenden ersten Halbzeit durfte die Seleçao wenigsten über ein Tor und den neunten WM-Sieg in Serie jubeln. Und es waren ausgerechnet der gescholtene Ronaldo und sein Sturmpartner Adriano, die in einer Co-Produktion den stotternden Motor des Weltmeisters zumindest zeitweise zum Laufen brachten. Der Torschütze war vor zwei Tagen Vater von Adriano Junior geworden.
Nach der weltweit harschen Kritik wussten die Südamerikaner nur zu gut, was die Stunde geschlagen hat. Erstmals bildete das Team um die Lokalmatadoren Lucio und Ze Roberto von Bayern München vor dem Anpfiff einen Kreis und Ronaldo, der Passgeber zur Führung war, bekreuzigte sich nach dem Anpfiff des souveränen Schiedsrichters Markus Merk gleich noch ein zweites Mal.
Er ist gesetzt, wegen seiner Klasse und der großen Verdienste, hatte Trainer Carlos Alberto Parreira seine Entscheidung verteidigt, an seiner Stammformation auch nach dem mäßigen Auftakt nicht zu rütteln. Patient Ronaldo, der in der 31. Minute die Gelbe Karte sah, konnte aber nur andeuten, dass er auf dem Wege der Besserung ist. In der 72. Minute machte der Stürmerstar von Real Madrid Robinho Platz, der nur fünf Minuten später seine erste große Chance vergab.
Der Wille war zwar da, aber Brasiliens Ballzauberer konnten sich auch im zweiten Durchgang nur phasenweise in Szene setzen. Dabei hätte Kaka auf Pass von Ronaldo schon in der dritten Minute für eine frühe Führung sorgen können. Ungewöhnlich viele Fehlpässe auch von Weltfußballer Ronaldinho machten ansonsten die Bemühungen gegen die klug gestaffelten Australier immer wieder zunichte.
Die Räume waren eng und die kräftigen Aussies setzten ihre körperliche Überlegenheit geschickt ein. Nach dem Rückstand versteckten sie sich erst recht nicht und hätten durch Sterjovski (56.), eine Minute später nach einem dicken Patzer von Keeper Dida oder Kewell (68.) durchaus den Ausgleich verdient gehabt. Auch Bresciano (80.) und Viduca (86.) scheiterten wie auf der anderen Seite Kaka mit einem Kopfball (80.) an die Latte. Besser machte es Fred, der den WM-Topfavoriten endgültig ins Achtelfinale schickte.
Borowski fällt für Wochen aus - Infektion bei KloseDortmunder Höhenflug vertreibt StimmungstiefDFB und DFL für duales System bei SportwettenCottbus: Mokhtari-Streit eskaliertPolizei-Gewerkschafter Radek unterstützt BeamteBeckenbauer: 2002 war Kahns ZenitArsenal-Keeper Almunia klagt über LehmannStatistik zu Deutschland - KamerunMünster bangt nach Remis um KlassenverbleibKöln behält Rote Laterne nach 1:1-Remis1042 |
1081 |
1960 |
1274 |
1790 |
13040 |
13739 |
13652 |
13278 |
13615 |