Gelsenkirchen - Nach dem Ausscheiden der Engländer bei der Fußball-WM ist es in Gelsenkirchen auch in der Nacht friedlich geblieben. Wir müssen allen Fans, die hier waren, ein Lob aussprechen, auch den Briten, sagte Polizeisprecher Uwe Klein.
Insgesamt 180 Menschen kamen wegen Beleidigung, Körperverletzung oder Diebstahl zeitweise in Gewahrsam, überwiegend Briten, aber auch mehr als 40 Deutsche. Die meisten waren am Sonntagmorgen bereits wieder frei. Auch die Abreise der Fans vom zeitweise gesperrten Gelsenkirchener Bahnhof war bis zum Morgen geschafft.
Wir können bilanzieren: Es war ein ausgesprochen friedliches Fest, sagte Klein nach dem Viertelfinalspiel im Gelsenkirchener Stadion, das Portugal im Elfmeterschießen gewonnen hatte. 100 000 ausländische Fans waren als Zuschauer im Stadion oder beim Public Viewing angereist, darunter fast 80 000 Briten und 15 000 Portugiesen. Viele fuhren noch in der Nacht wieder ab. Der Bahnhof musste wegen Überfüllung zeitweise geschlossen werden. Es ist aber alles friedlich geblieben, es handelt sich um ein reines Massenproblem, versicherte Bundespolizeisprecher Jürgen Karlisch.
Am Sonntag hielten sich nach Polizeischätzungen noch mehrere tausend Fans in Gelsenkirchen auf, die in Zelten übernachtet hatten und im Lauf des Tages abreisen wollten. Gelsenkirchen war beim Viertelfinale zum letzten Mal WM-Spielort. Das war eine wunderbare Zeit. Da ist schon ein tränendes Auge dabei, wenn es zu Ende geht, sagte Klein, der schon bei der WM 1974 als Polizist im Einsatz war. Das Public Viewing gehe aber in Gelsenkirchen weiter, so dass die WM- Atmosphäre erhalten bleibe, sagte Klein.
Bereits am Morgen des 1. Juli ist bei einer Auseinandersetzung mit einem italienischen Fan ein deutscher Schlachtenbummler schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Stuttgart mitteilte, wurde der 29-Jährige mit einer blutenden Kopfplatzwunde und gebrochenem Arm in ein Krankenhaus eingeliefert.
Nach der WM-Partie Italien-Ukraine soll sich der Deutsche mit italienischen Fans gestritten haben. Als die Gruppe weg gehen wollte, schlug der Deutsche auf einen Italiener ein. Dieser wehrte sich und verletzte den 29-Jährigen dabei schwer.
Die Konstellation in den WM-GruppenNiederlande mit Sorgen - Fünf Spieler angeschlagenIrrtum: Keine Sperre für Herthas MadlungBestechungsskandal: 80 Transfers verdächtigAuch Lincoln droht bei Schalke auszufallenLittmann bleibt Präsident des FC St. PauliExtra FußballWM-Finale: Fußball-Party in Berlin geht weiterGladbachs-Chefcoach Luhukay macht TrainerlizenzSiegen entlässt Trainer Kocian1275 |
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